Digitalisierung: Mehrheit sieht existenzielle Risiken Digitalisierung: Mehrheit sieht existenzielle Risiken - Computerwelt

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16.11.2016 Wolfgang Franz/pi

Digitalisierung: Mehrheit sieht existenzielle Risiken

Eine aktuelle Fujitsu-Studie, für die 1.180 Führungskräfte aus allen Teilen der Welt befragt wurden, zeigt auf, dass viele ihre Unternehmen nicht befähigt sehen, die möglichen Vorteile der Digitalisierung einzusetzen und zu nutzen.

52 Prozent der Firmenchefs glauben, dass ihr Unternehmen in fünf Jahren in seiner derzeitigen Form vermutlich nicht mehr gäbe.

52 Prozent der Firmenchefs glauben, dass ihr Unternehmen in fünf Jahren in seiner derzeitigen Form vermutlich nicht mehr gäbe.

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Mit 52 Prozent glaubt über die Hälfte der Firmenchefs, in fünf Jahren gäbe es ihr Unternehmen in seiner derzeitigen Form vermutlich nicht mehr. Grund dafür sind die Folgen der digitalen Revolution. Das ist ein Ergebnis einer weltweiten Studie von Fujitsu¹. Während sich nahezu alle (98 Prozent) darüber im Klaren sind, dass ihr Unternehmen bereits von der Digitalisierung beeinflusst wird und sich daran auch so schnell nichts ändert, glauben 92 Prozent, dass sie sich noch wesentlich besser darauf einstellen müssen. Immerhin zwei Drittel sind der Überzeugung, dass sich ihre jeweilige Branche bis 2021 entscheidend verändern wird.

Wer ist die treibende Kraft in den Unternehmen, wenn es um die Adaption der Digitalisierung beziehungsweise den Umgang mit ihren Folgen geht? Nach Angaben von 45 Prozent ist es die Unternehmensführung oder das Top-Managementteam. Die maßgeblichen externen Faktoren sind die Kunden (45 Prozent der Nennungen) und die Wettbewerber (31 Prozent). Auf die Frage, wer an der Spitze des digitalen Wandels in der jeweiligen Branche steht, verweisen gerade einmal 12 Prozent auf sich selbst. Ganze 45 Prozent hingegen führen hier vor allem Start-ups und Organisatoren außerhalb ihrer Branchen auf.

Obwohl die Führungskräfte einen dramatischen Wandel innerhalb der nächsten Jahre erwarten, glauben 72 Prozent, dass die Digitalisierung vor allem interessante neue Möglichkeiten bietet, 80 Prozent halten sie für einen positiven Treiber. Dies führt einmal mehr dazu, dass Geschwindigkeit zu den am stärksten erfolgsrelevanten Kriterien gehört. 71 Prozent der Befragten würden sich eine schnellere Innovationstaktung für ihre Firma wünschen. Am stärksten trifft das auf finnische Umfrage-Teilnehmer zu (97 Prozent), am wenigsten auf spanische (36 Prozent).

Die Frage, was dazu denn nötig ist, beantworteten 72 Prozent mit mehr strategischen Kollaborationen, insbesondere mit solchen Organisationen, die über ergänzende Kompetenzen in Punkto Digitalisierung verfügen. Ganze 73 Prozent glauben an die entscheidende Rolle der Technologie, 67 Prozent setzen auf die Unterstützung externer Technologie-Experten.

Dazu Duncan Tait, SEVP und Head of EMEIA and Americas bei Fujitsu: "Die digitale Revolution verändert nahezu alles: Unternehmen, Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsgefüge, Prozesse, Kundenbeziehungen, Services und vieles mehr. Das macht vielen Managern durchaus Sorgen. Allein die Tatsache, dass ungeachtet aller Chancen ganze 33 Prozent der Befragten wünschen, sie wären von diesem Phänomen verschont geblieben, lässt aufhorchen. Im Vergleich zu vor zwei Jahren und sogar noch zu letztem Jahr, als wir die Ansichten von IT-Entscheidern zu diesem Thema eruierten, zeigen die Unternehmenslenker aber deutlich mehr Vertrauen und sind sich absolut im Klaren darüber, dass sie nicht nur Schritt mit der allgemeinen Entwicklung halten, sondern schneller als der Wettbewerb sein und die Digitalisierung strategisch angehen müssen. Jetzt heißt es mehr denn je: ganz oder gar nicht – darüber lassen die Ergebnisse unserer Studie keinen Zweifel. Die Fähigkeit, Kompetenzen und Kapazitäten mit einem Partner zu teilen und allen zugänglich zu machen, wird zum erfolgsentscheidenden Faktor. Den Befragten gibt sie die Richtung vor und zeigt einen Weg zur Bewältigung der digitalisierungsbedingten Herausforderungen auf. Wenn alle Stakeholder Hand in Hand arbeiten, können die Verwerfungen der digitalen Umwälzungen umschifft und die eigenen Geschäftsaktivitäten an die neuen Spielregeln angepasst werden."

Rolf Werner, Head of Central Europe und Vorsitzender der Geschäftsführung bei Fujitsu: "Die Herausforderungen im Hinblick auf die Digitalisierung sind zwar groß und es wird oft gesagt, dass Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz schlecht aufgestellt seien. Doch dieser Eindruck täuscht, denn Digitalisierung läuft häufig unbemerkt von den Kunden oder der Öffentlichkeit im Hintergrund ab. Sie spielt in vielen Unternehmen schon heute eine wichtige Rolle beim Optimieren ihrer Prozesse und lässt sie ganz neue Angebote und Geschäftsmodelle erschließen. Hier hat sich bereits viel getan und dieser Trend wird sich weiter fortsetzen. Das sehen auch immer mehr Unternehmenslenker so und sind bereit, zusammen mit einem zuverlässigen Partner, die Digitalisierung schnellstmöglich anzugehen."

Die Fujitsu Studie "Fit for Digital: Co-creation in the Age of Disruption" kann hier heruntergeladen werden.

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