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09.11.2017 Klaus Lorbeer/pi Knowhow

Infrastrukturauswahl: Vier Aspekte der Bewertung von Workload

Wenn digitale Technologie und Daten zusammengebracht werden, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, ergibt sich eine Reihe von neuen Infrastrukturproblemen. Um diese Herausforderungen zu bewältigen und daraus eine Chance zu machen, bedarf es nach Meinung von Pure Storage eines tiefgehenden analytischen Verständnisses aller verfügbaren Werkzeuge und ihrer Verwendung.

Für moderne Unternehmen steht die Cloud im Mittelpunkt der technischen Strategie.

Für moderne Unternehmen steht die Cloud im Mittelpunkt der technischen Strategie.

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Für modern ausgerichtete Unternehmen sollte die Cloud heute im Mittelpunkt der technischen Strategie stehen. Die Agilität und flexible Zugänglichkeit der Cloud haben die Erwartungen der Kunden an die Speicherinfrastruktur nachhaltig verändert. Anbieter von SaaS, Public Clouds, Private Clouds und herkömmlichen On-Prem-Umgebungen reagieren darauf mit einer Reihe neuer, miteinander verbundener Tools und integrierter Funktionalität für die immer komplexer werdenden Arbeitslasten.

Die öffentliche Cloud produziert zwischenzeitlich weiterhin viele Schlagzeilen. Trotz steigender Akzeptanz gibt es auch eine gegenläufige Bewegung, wenn auch oftmals nur für spezielle Workloads. So zeigt die Evolution-Studie im Auftrag von Pure Storage auf, dass weltweit 40 Prozent der Unternehmen Workloads aus der öffentlichen Cloud wieder in ihre On-Premise-Umgebung zurückgeholt haben. Dies deutet auf verschiedene Entscheidungsfaktoren hin, die hier eine Rolle spielen. Zu erwarten ist eine Multi-Cloud-Zukunft, in der Unternehmen strategische Tools und Plattformen für unterschiedliche Workloads bereitstellen.

Dies erfordert eine Überprüfung und Analyse der einzelnen Workloads auf vier wichtige Aspekte hin, die Pure Storage kurz charakterisiert:

Kosten
Kosten sind ein komplexes Stück des Puzzles. Für ein kleines Startup-Unternehmen ist die Public Cloud möglicherweise die kostengünstigste Option. Sie ist agil, einfach zu verwalten und verursacht keine Investitionsausgaben. Aber wenn das Unternehmen zügig wächst und die IT-Ressourcen skaliert werden müssen, sind die Public-Cloud-Kosten immer schwieriger zu kontrollieren und vorherzusagen. Dies hat die Gründung von spezialisierten Beratungsfirmen für Cloud-Kosten-Management angekurbelt. Die Preise für diese Dienste starten bei drei Prozent der erfassten Cloud-Ausgaben.

Umgekehrt ist eine traditionelle On-Prem-Lösung wahrscheinlich für das gleiche kleine Startup-Unternehmen zu kostenaufwändig. Da das Unternehmen jedoch wächst und seine Arbeitslasten sich diversifizieren, kann es betriebswirtschaftlich dennoch sinnvoll sein, einige dieser Workloads auf der eigenen Infrastruktur zu betreiben, und andere in der öffentlichen Cloud. Zum Beispiel können viele vorhersagbare Arbeitslasten weniger kosten, wenn sie an Ort und Stelle laufen, während manche Arbeitslasten, die schnell wachsen oder schwanken, in der öffentlichen Cloud kostengünstiger betrieben werden können.

Compliance
Der gemeinsame Nenner, der eine effektive Compliance-Strategie bestimmt, sind die Daten. Datenhoheit, Verarbeitung, Speicherung, Archivierung und Verfügbarkeit sind Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, wenn es darum geht, wie die Anwendung mit Daten umgeht. IT-Experten müssen sicherstellen, dass die Workloads und die Architektur dynamisch reagieren, wenn sich die Compliance-Standards unvermeidlich ändern. Die Souveränität der Daten und die damit verbundenen Compliance-Anforderungen entwickeln sich weiter - und der Aufwand, der erforderlich ist, um diese neuen Vorschriften umzusetzen, nimmt zu.

Sicherheit
Informationssicherheit stellt für Unternehmen weiterhin eine Herausforderung dar, da regelmäßig Datenlecks entdeckt werden. Der jüngste Vorfall bei Equifax in den USA hat viele Millionen von Verbrauchern betroffen und führte intern zu einem vollständigen Umbau der Führungsetage. Dies ist ein Ergebnis, das anderenorts bei Entscheidungen auf höchster Ebene nicht unbemerkt bleiben dürfte. Beim Workload-Dilemma geht es daher nicht so sehr darum, wohin die Daten gehören, ob in die öffentliche Cloud oder vor Ort, sondern wie die kritischsten und sensiblen Segmente dieser Daten geschützt werden. Neue Cybersicherheitsanforderungen und Bedrohungsvektoren machen die Anwendungsentwicklung komplexer, da Aspekte wie Identitätsmanagement, Schwachstellen-Scanning, Patching und Sicherheitsüberwachung eine vorausschauende und strategische Implementierung erfordern.

Performance
Während die öffentliche Cloud in den letzten zwei bis drei Jahren große Fortschritte gemacht hat, sind On-Prem-Lösungen immer ein paar Schritte voraus. Heute bietet On-Prem eine Verfügbarkeit von 99,9999 Prozent, während die großen Cloud-Anbieter nur 99,99 Prozent bieten können. Dies kann wiederum nur für einige Arbeitslasten von Bedeutung sein. Wenn beispielsweise ein Forschungs- und Entwicklungslabor für einen Tag offline ist, gehen die Mitarbeiter nach Hause und zeigen sich morgen wieder bei der Arbeit. Der Forschungsbetrieb wird deswegen nicht erheblich beeinträchtigt. Der gleiche Ausfall bei einer geschäftskritischen, kundenorientierten Anwendung eines Online-Händlers hingegen könnte zu einem erheblichen Verlust von Einnahmen, Kunden und Markenwert führen.

Die Workload-Segmentierung zwischen öffentlicher Cloud und eigenem leistungsfähigen Rechenzentrum wird zunehmend wichtiger. Dies gilt umso mehr, da künftig immer mehr datenintensive Workloads der nächsten Generation - wie künstliche Intelligenz, Tiefenanalyse und maschinelles Lernen - zunehmende Verbreitung finden werden.

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