Telekom Austria 2011 mit starkem Ergebnisrückgang Detail - Computerwelt

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23.02.2012 Alex Wolschann/apa

Telekom Austria 2011 mit starkem Ergebnisrückgang

Der Umsatz ging um 4,2 Prozent auf 4,45 Mrd. Euro zurück, das Betriebsergebnis (Ebit) drehte auf minus 7,6 Mio. Euro nach 438 Mio. Euro im Jahr 2010.

Telekom Austria hat im Jahr 2011 einen Verlust von 253 Mio. Euro eingefahren. Der Umsatz ging um 4,2 Prozent auf 4,45 Mrd. Euro zurück, das Betriebsergebnis (Ebit) drehte auf minus 7,6 Mio. Euro nach 438 Mio. Euro im Jahr 2010. Auf die Bilanz drückten nach Konzernangaben der intensive Preiskampf, regulatorische Auflagen und die weißrussische Tochter Velcom.

"Die Telekom Austria wächst als einziger Incumbent in Westeuropa", macht sich die teilstaatliche börsenotierte Telekom Austria Group trotz des Verlustes Mut. Das Jahresergebnis 2011 sei durch "außerordentliche Effekte" belastet worden, hieß es am Donnerstag in einer ad hoc-Meldung. Zu den diversen Korruptionsskandalen rund um den ehemaligen Monopolisten, die derzeit im parlamentarischen U-Ausschuss behandelt werden, schweigt der Telekom-Vorstand. An der im Dezember des Vorjahres gekürzten Dividende von 0,38 Euro je Aktie hält das Unternehmen fest.

Betont wird, dass es bei den Festnetzanschlüssen im Vorjahr ein Wachstum von 21.300 Anschlüssen gegeben habe. Weiters wurde ein Kundenwachstum im Mobilfunk von 5,7 Prozent vermeldet. Der Anteil der Telekom (A1)-TV-Kunden stieg um 31 Prozent auf 200.000 Haushalte. In Slowenien, Serbien und Mazedonien habe es einen "starken Ergebnisanstieg" gegeben. Die Rechnungslegung für Hyperinflation in Weißrussland führte aber zu einer Firmenwertabschreibung in Höhe von 279 Mio. Euro. In Österreich, Bulgarien, Weißrussland und Kroatien kam es zu Umsatzrückgängen.

Für das Gesamtjahr 2012 erwartet der Telekom-Vorstand Umsatzerlöse von ungefähr 4,4 Mrd. Euro und ein bereinigtes Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von rund 1,5 Mrd. Euro. Der operative Free Cashflow soll ungefähr 0,75 Mrd. Euro betragen. Zu den Mitarbeitern vermeldete das Unternehmen: "Personalanpassungen führen zur Entlastung der zukünftigen Kostenstruktur in Österreich und zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 233,7 Mio. Euro."

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