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14.10.2011 Alex Wolschann/apa

Chipkonzern Infineon gerät in den Abwärtssog

Der bayerische Halbleiterkonzern Infineon, der auch in Kärnten produziert, gerät in den Sog des beginnenden Abschwungs.

Der bayerische Halbleiterkonzern Infineon, der auch in Kärnten (Villach) produziert, gerät in den Sog des beginnenden Abschwungs. Das Unternehmen verpasste mit einem operativen Ergebnis von 195 Millionen im abgelaufenen Quartal seine eigene Prognose, wie Infineon am Freitag mitteilte. Ursprünglich hatte der Chipspezialist einen Betriebsgewinn von etwa 212 Mio. Euro wie im Vorquartal angepeilt.

Der Umsatz stagnierte bei gut 1,04 Mrd. Euro. "Konjunkturelle Unsicherheiten in Anbetracht der europäischen Schuldenkrise sowie die daraus resultierenden Turbulenzen an den Finanzmärkten führten im Quartalsverlauf zu mehr Vorsicht bei den Kunden", hieß es. Das habe ein Umsatzplus verhindert. Zudem seien Serviceverträge ausgelaufen, die Infineon noch mit seiner einstigen Mobilfunksparte hatte, die mittlerweile zu Intel gehört. Die Aktie gab um rund drei Prozent auf 6,16 Euro nach und war damit einer der größten Dax-Verlierer.

Zudem verhagelt dem Konzern einmal mehr die Pleite seiner einstigen Speicherchiptochter Qimonda die Bilanz. Infineon stellte weitere 150 Mio. Euro für Forderungen des Insolvenzverwalters zurück. Der Vertreter der Gläubiger habe im letzten Vierteljahr seine Ansprüche konkretisiert. Die einstige Mutter habe nun die drohenden Folgen in Summe für sich errechnet. Der Kollaps Qimondas verfolgt Infineon seit fast vier Jahren, insgesamt musste der Konzern bisher rund 300 Mio. Euro dafür auf die Seite legen.

Dennoch blickte Infineon-Chef Peter Bauer mit breiter Brust auf das Geschäftsjahr zurück, dass am 30. September zu Ende ging. Sein Ziel eines Umsatzes von um die vier Mrd. Euro und einem operativen Ergebnis von um die 800 Mio. Euro hat er auf Jahressicht erreicht. "Das Geschäftsjahr konnte Infineon mit Rekordumsätzen und -ergebnissen abschließen. Der Fokus auf Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit schafft die Basis, um nicht nur im begonnenen Geschäftsjahr, sondern auch über den gesamten Konjunkturzyklus solide Ergebnisse zu erwirtschaften", erklärte Bauer. Im Schlussquartal habe sich Infineon immerhin noch besser geschlagen als seine Konkurrenten.

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