A. Springer, Prevero: "Das Thema heißt Wachstum" Detail - Computerwelt

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17.06.2011 Rudolf Felser

A. Springer, Prevero: "Das Thema heißt Wachstum"

Der BI-Anbieter Prevero übernimmt das Grazer Unternehmen Winterheller Software. Unternehmensvorstand Alexander Springer stand Computerwelt.at im Interview Rede und Antwort zu der Übernahme.

Das Münchener Unternehmen Prevero, BI-Anbieter mit Schwerpunkt auf den Bereichen Unternehmensplanung und -reporting sowie Unternehmensanalyse, übernimmt Winterheller Software mit Sitz in Graz. Durch den Zusammenschluss, dem formaljuristisch noch Aufsichtsrat und Hauptversammlung zustimmen müssen, entsteht ein neuer Big Player im Markt für Planungs- und Controllingsoftware mit mehr als 130 Mitarbeitern und einem Kundenstamm von über 5.000 Unternehmen. Das 1994 von Alexander Springer und Matthias Thurner gegründete Unternehmen Prevero, das sich mit seiner Software bislang hauptsächlich bei Energieversorgern einen Namen gemacht hat, will sich durch die Akquisition zukünftig deutlich breiter aufstellen. Unternehmensvorstand und CEO Alexander Springer stand Computerwelt.at im Interview Rede und Antwort zu der Übernahme.

Wie kam es zu der Übernahme von Winterheller? Alexander Springer: Prevero ist ebenfalls als BI-Anbieter am Markt, ausgerichtet auf Energieversorgungsunternehmen. Wir haben Wachstumsmöglichkeiten außerhalb dieser Branche gesucht. Da der Markt von BI-Anbietern sich konsolidiert und es viele interessante Übernahmeobjekte gegeben hat, haben wir uns umgesehen und für Winterheller Software entschieden. Die Gründe: Zum einen haben beide Unternehmen ein sich nicht überscheidendes Produktportfolio und eine ähnlich gelagerte Unternehmenskultur. Winterheller hat mit 4.500 Kunden außerdem ein hervorragendes Standing.

Wann erwarten Sie die Zustimmung von Aufsichtsrat und Hauptversammlung? Spätestens Mitte Juli. Das ist eher als Formsache zu sehen, weil die Mehrheit der Anteilseigner verhandelt hat. Matthias Thurner und ich, die Gründer, halten über 90 Prozent der Anteile.

Was erwarten Sie sich von der Übernahme? Zugang zu anderen Branchen außerhalb der Energieversorgerbranche. Außerdem ein Segment innerhalb der Energieversorgerbranche anzugehen, das wir noch nicht angegangen sind – nämlich mit dem Professional Planner (Anm.: eine Budgetierungs- und Planungslösung) von Winterheller. Zudem übernehmen wir mit dem Unternehmen zugleich gute, qualifizierte Mitarbeiter.

Sind Übernahmen ein Weg, seinen Mitarbeiterbedarf zu decken? Es ist ein gangbarer Weg. Man muss aber aufpassen, dass die Mitarbeiter das übernommene Unternehmern nicht verlassen. Es ist schwer gute Mitarbeiter zu gewinnen.

Wie lange wird die Zusammenführung der Unternehmen und Portfolios dauern? Ich bin da immer sehr ehrgeizig. Ich will die Integration bis spätestens Ende des Jahres vollzogen haben. Ab 1.1.2012 werden beide Unternehmen zusammen unter dem Namen Prevero am Markt auftreten.

Bleiben das Portfolio und die Marken von Winterheller bestehen? Ich möchte nicht vorgreifen, das ist die Aufgabe der Integrationsteams. Aber ich kann mir schwer vorstellen, dass wir eine Marke wie Professional Planner nicht fortführen. Es wird die Dachmarke prevero geben, darunter dann die Produktnamen. Es spricht aber nichts dagegen, dass die Marke Professional Planner bestehen bleibt. Sie ist am Markt bereits eingeführt, das wirft man nicht über Bord.

Stehen Entlassungen auf dem Plan? Das Thema heißt für uns Wachstum. Wir sind nicht auf der Suche nach Kostensynergien sondern wollen das Unternehmen mit großen Schritten zu einem Big Player am BI-Markt machen. Entlassungen sind daher keine geplant.

Das Gespräch führte Rudolf N. Felser

Zur Person: Alexander Springer verantwortet als Vorsitzender des Vorstandes die Geschicke der Münchener prevero AG, einem BI-Anbieter mit Schwerpunkt auf den Bereichen Unternehmensplanung und -reporting sowie Unternehmensanalyse. Springer, im Vorstand für die Ressorts Vertrieb, Marketing, Controlling, Personal und Unternehmensstrategie zuständig, hat das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen und heutigem CTO Matthias Thurner 1994 gegründet. Seinen Mitgründer und Vorstandskollegen Matthias Thurner kennt Springer bereits aus der Schulzeit.

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