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27.04.2011 pi/Rudolf Felser

Software AG wächst planmäßig weiter

Die Software AG hat eigenen Angaben zufolge im ersten Quartal 2011 wie geplant Umsatz und Ergebnis weiter erhöht und den Wachstumskurs des Unternehmens erneut bestätigt.

Der Produktumsatz der ersten drei Monate stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 164,3 Mio. Euro, der Konzernumsatz nahm um neun Prozent auf 272,6 Mio. Euro zu. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte somit um 29 Prozent auf 60,2 Mio. Euro gesteigert werden. Hier haben sich laut dem Unternehme die Kostensynergien aus dem Zusammenschluss mit der IDS Scheer AG besonders positiv ausgewirkt. Das Ergebnis nach Steuern stieg um 43 Prozent auf 40,0 Mio. Euro, der Gewinn je Aktie auf 1,41 Euro. Die auf der Fachmesse Cebit festgestellte Belebung der IT-Nachfrage hat sich im ersten Quartal bestätigt. Im Laufe des Jahres rechnet das Unternehmen mit einer Zunahme der Projekte im Bereich der Prozessinnovation und bekräftigt die im Januar veröffentlichte Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2011.

Der Geschäftsbereich Business Process Excellence (BPE), in dem nach der Verschmelzung mit der IDS Scheer AG die Einnahmen aus Lizenzen, Wartung und Dienstleistungen aller Integrations- und Prozess-Softwareprodukte (webMethods und Aris) zusammengefasst sind, erzielte im 1. Quartal 2011 mit einem Gesamtumsatz von 123,9 Mio. Euro ein Wachstum von 13 Prozent (währungsbereinigt zehn Prozent). Das reine Produktgeschäft konnte um 14 Prozent auf 79,4 Mio. Euro gesteigert werden. Bereinigt um Wechselkurseffekte beträgt dieses Wachstum elf Prozent, eine deutliche Steigerung gegenüber der Wachstumsrate des 4. Quartals 2010 (sechs Prozent ggü. Vj.). Das auf der diesjährigen Cebit gegenüber dem Vorjahr massiv gestiegene Interesse der Kunden für IT-Lösungen zur Optimierung der betrieblichen Abläufe bestätigt die Strategie, sich im IT-Wachstumsmarkt für Prozess-Software als ein innovativer Marktführer zu positionieren. Auf dem innovationsfreudigen US-Markt erreichte die Software AG erneut hohe Wachstumsraten und konnte den überdurchschnittlichen Absatzerfolg auf Brasilien und Deutschland ausweiten.

Der Geschäftsbereich Enterprise Transaction Systems (Adabas, Natural) zeigte im Berichtsquartal eine deutliche Umsatzsteigerung. Im Produktgeschäft liegt der Umsatz bei Lizenzen und Wartung mit 79,1 insgesamt zehn Prozent über Vorjahr. Der Lizenzumsatz erreicht dabei mit 30,4 Mio. Euro gegenüber dem 1. Quartal 2010 (25,6 Mio. Euro) eine Steigerung von 19 Prozent. Der Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs lag im abgelaufenen Quartal mit 96,8 Mio. Euro um neun Prozent (währungsbereinigt fünf Prozent) über dem Vorjahr (89,1 Mio.). Damit wurde in diesem Geschäftsbereich eine gute Grundlage für die Zielerreichung des Gesamtjahres 2011 gelegt.

Das IDS Consulting Geschäft stabilisierte sich mit 51,9 Mio. Euro Umsatz auf Vorjahresniveau. Die Auslastung der Berater hat sich gegenüber dem Vorjahr jedoch verbessert, ebenso der Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereichs. Um der erhöhten Auftragslage zu begegnen werden derzeit weitere Experten in der Prozessberatung eingestellt.

Das gestiegene Geschäftsvolumen im Produktverkauf und der im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Anteil der Produkte am Gesamtumsatz haben das Ergebnis positiv beeinflusst. Vor allem aber die Kostensynergien aus dem Zusammenschluss mit der IDS Scheer AG treten im Geschäftsjahr 2011 voll zu Tage, nachdem sie im Vorjahr noch durch Restrukturierungskosten belastet waren. Zudem profitierte das Ergebnis im 1. Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahr noch von schwächeren Euro-Wechselkursen; ein Vorteil der sich in den nächsten Quartalen des Jahres 2011 voraussichtlich nicht wiederholen wird. In Summe führte dies im Startquartal 2011 zu einer Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) um 29,2 Prozent auf 60,2 (Vj. 46,6) Mio. Euro. Der Gewinn nach Steuern legte mit 42,9 Prozent Wachstum deutlich mehr zu. Nach planmäßiger zügiger Schuldentilgung hat sich der Zinsaufwand verringert; das Finanzergebnis verbesserte sich um 3,1 Mio. Euro auf -1,5 (Vj. -4,6) Mio. Euro. Die Steuerquote lag mit 31,8 Prozent ebenfalls unter dem Vorjahreswert (33,4 Prozent). Somit erhöhte sich das Nettoergebnis im Berichtsquartal auf 40,0 (Vj. 28,0) Mio. Euro und der Gewinn pro Aktie auf 1,41 (Vj. 0,98) Euro.

Das Unternehmen erwirtschaftete im 1. Quartal 2011 einen freien Cashflow von 49,1 (Vj. 59,8) Mio. Euro. Die Nettoverschuldung konnte im Berichtsquartal um 45,6 Mio. Euro auf 121,6 Mio. Euro zurückgeführt werden; vor Jahresfrist lag diese Kennziffer noch bei 247,7 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. 03.2011 bei 49,5 Prozent (Vj. 39,6 %).

Der Aktionärsversammlung am 5. Mai 2011 wird für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividendenausschüttung von insgesamt 37,0 Mio. Euro oder 1,30 (Vj. 1,15) Euro je Aktie vorgeschlagen. Des Weiteren soll im Interesse der Privataktionäre ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 beschlossen werden (Umtausch von 1 Aktie in 3 neue Aktien). Nach den seit 2003 andauernden Kurssteigerungen hat der Aktienkurs inzwischen die 100 Euro-Marke deutlich überschritten und soll durch den Split wieder in leichter handelbare Größenordnungen gebracht werden.

<b<AUSBLICK</b> Das operative Geschäft zeigt einen guten Start ins neue Jahr. Die Umsatzsteigerungen in beiden Produktbereichen untermauern das Wachstumsziel des Gesamtjahres. Die Ergebnissteigerung profitierte im ersten Quartal 2011 besonders stark von den Kostensynergien aus dem Zusammenschluss mit IDS Scheer und der noch fortgesetzten Wechselkursschwäche des Euro (im Vergleich zum Vorjahr). Auf dieser Basis bekräftigt das Unternehmen die im Januar veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr 2011, der zu Folge der Gesamtumsatz währungsbereinigt um fünf bis sieben Prozent und das Ergebnis nach Steuern um 10 bis 15 Prozent steigen wird. (pi)

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