Neue Vereinigung will Smart Grid-Technologie vorantreiben Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


20.04.2011 Christof Baumgartner/pi

Neue Vereinigung will Smart Grid-Technologie vorantreiben

Die „Smart Energy Demand Coalition“ (SEDC) ist eine neu etablierte Branchengruppe der Energiewirtschaft, die die Entwicklung des Smart Grids durch gezielte Programme auf Verbraucherseite vorantreiben will.

Aktuell werden in ganz Europa hohe Summen in die Entwicklung und Umsetzung von Smart-Grid-Technologien investiert. Der Erfolg dieses intelligenten Stromnetzes hänge davon ab, wie „smart“ und intelligent sich der Energiebedarf durch die aktive Auseinandersetzung mit den Stromverbrauchern gestalten lässt. Geschätzt über zehn Prozent der Strominfrastruktur sind auf die Spitzenlasten ausgelegt, die aber nur wenige Minuten pro Tag auftreten. Um diese Spitzenlasten zu vermeiden und den Energieverbrauch möglichst konstant zu halten, sind die Versorger auf das Verbraucherverhalten angewiesen.

Ende März fand in Brüssel eine Konferenz zu diesem Thema statt, bei der die Mitglieder der SEDC gemeinsam mit Vertretern der Europäischen Kommission, des EU-Parlaments und der EU-Präsidentschaft Erfolgsfaktoren von Programmen auf der Nachfrageseite in Europa diskutierten. Im Rahmen dieser Veranstaltung veröffentlichte die SEDC ein Positionspapier („White Paper“) über die intelligente Kombination von Energiekonsum und -erzeugung in Bezug auf ein Smart Grid.

AKTIVE EINBINDUNG DER NACHFRAGESEITE Die Vision der SEDC ist die aktive Einbindung der Nachfrageseite im europäischen Elektrizitätsmarkt, um den Verbrauchern Vorteile zu sichern, die Versorgungs-sicherheit zu erhöhen und die Emissionen zu verringern. „Wir müssen den Verbrauchern klar machen, welche Schlüsselrolle sie bei der Erfüllung der 20-20-20-Ziele der Europäischen Union spielen können. Im 20-20-20-Plan steht geschrieben, dass die EU bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2005 um 20 Prozent verringern sowie den Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix und die Energieeffizienz um 20 Prozent steigern möchte. Und das schaffen wir nur mit Hilfe der Verbraucher“, sagt Ingrid Berndt, Head of Finance and Employee Transformation bei Capgemini, die auch Mitglied der SEDC ist, „beispielsweise müssen Kunden belohnt werden, die zu Spitzenverbrauchszeiten selbst Energie ins Netz einspeisen.“

Die SEDC ist die einzige europäische Vereinigung, die sich ausschließlich Programmen zur Steuerung der Energienachfrage („Demand-Response-Programmen“) widmet und diese konzipiert. Zu den Mitgliedern zählen Forschungszentren wie „The European Demand Response Research Center”, das Think-Tank VaasaETT oder Unternehmen wie Capgemini.

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema


Hosted by:    Security Monitoring by: