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20.04.2011 apa/Christof Baumgartner

Intel gibt IT-Branche Hoffnung

Der Chiphersteller Intel gilt als Stimmungsbarometer für die gesamte Technologiebranche. Nun bereitet er dieser mit starken Absatzzahlen Freude. Experten hatten wegen Problemen mit den "Sandy Bridge"-Prozessoren nicht mit dieser Entwicklung gerechnet.

Im ersten Quartal verzeichnete der US-Konzern einen Umsatzsprung von 25 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar (8,95 Mrd. Euro). Mit diesen Zahlen zerstreute Intel Bedenken, das Geschäft des weltgrößten Chipherstellers könnte unter dem abflauenden Wachstum auf dem PC-Markt leiden. Der stetig steigende Absatz der beliebten Tablet-PCs wie dem iPad von Apple und mögliche Engpässe durch das Japan-Beben konnten Intel offenbar nichts anhaben. Der Gewinn stieg im ersten Quartal um 29 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Die Aktie legte nach Bekanntgabe der Zahlen am Dienstag nachbörslich um 3,5 Prozent zu.

ANALYSTEN ÜBERRASCHT Im abgelaufenen Jahr bilanzierte Intel erstmals seine großen Zukäufe des vergangenen Jahres. Im August hatte der Konzern für knapp acht Milliarden Dollar den Anti-Viren-Spezialisten McAfee erworben. Zudem leibte sich Intel die Mobilfunksparte des Halbleiterkonzerns Infineon für 1,4 Milliarden Dollar ein. Fürs laufende Quartal rechnen die Amerikaner mit Erlösen von rund 12,8 Milliarden Dollar. Es seien Abweichungen von 500 Millionen Dollar möglich, hieß es.

Analysten zeigten sich in ersten Reaktionen beeindruckt. "Das sind umwerfende Zahlen", sagte Kevin Cassidy von Stifel Nicolaus. "Für sie war jede Region der Welt von Quartal zu Quartal besser." Besonders das Abschneiden bei den PCs sei überraschend. Intel-Finanzchef Stacy Smith rechnet nicht damit, dass sich Engpässe nach dem Japan-Beben auf das Geschäft auswirken. "Wir sehen nicht, dass unsere Fähigkeit eingeschränkt ist, die Nachfrage zu bedienen", sagte Smith. Intel besitzt keine Werke in Japan. Laut Smith kann es jedoch zu Versand-Schwierigkeiten kommen.

Analysten sind nach den Zahlen optimistisch für den weiteren Verlauf der Berichtssaison. Noch stehen die Geschäftszahlen von Schwergewichten wie Apple sowie Cisco und Hewlett-Packard aus.

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