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01.04.2011 Christof Baumgartner/apa

Logitech schockte Märkte mit Gewinnwarnung

Logitech hat Anleger und Analysten mit einer Umsatz- und Gewinnwarnung auf dem falschen Fuß erwischt. Die Aktien des Herstellers von Computer-Mäusen brachen heute (1.April) an der Schweizer Börse in der Spitze um fast 20 Prozent ein und drückten auch den europäischen Technologiesektor in die Tiefe.

Logitech erwartet für das Finanzjahr 2011 (Ende März) nur noch einen operativen Gewinn von 140 bis 150 Mio. Dollar (98,5 - 105,6 Mio. Euro), nachdem bisher 170 bis 180 Millionen in Aussicht gestellt worden waren. Beim Umsatz rechnet der Konzern mit 2,35 bis 2,37 Mrd. Dollar nach zuvor 2,4 bis 2,42 Milliarden. Die Umsatzprognose hatte das Unternehmen, das auch Webkameras, Lautsprecher und Tastaturen herstellt, erst im Jänner angehoben.

Als Grund nannte Logitech nun schwache Geschäfte in Europa, Nahost und Afrika. "Logitech hat eine geringer als erwartete Nachfrage nach Retail-Produkten in EMEA verspürt, sowohl was Großhändler als auch Kunden angeht", hieß es in der Mitteilung. In den USA hatten die Papiere im nachbörslichen Handel bereits rund neun Prozent verloren, nachdem der schweizerisch-amerikanische Konzern schon am Donnerstagabend seine gesenkten Jahresziele veröffentlicht hatte.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) führt die unerwartet schwache Geschäftsentwicklung auf Rezessionsängste in Folge der Ereignisse in Libyen und Japan zurück. Bereits nach der Finanzkrise hätten zahlreiche Groß- und Einzelhändler eine zurückhaltendere Lagerhaltung betrieben. Nach einem soliden operativen Ergebnis in den ersten neun Monaten dürfte Logitech im Schlussquartal nur noch knapp über der Gewinnschwelle gelegen haben, schätzten die Experten der ZKB.

Viele Analysten zeigten sich von der schwachen Einzelhandelsnachfrage nach Computerzubehör-Geräten überrascht und senkten ihr Kursziel für die Aktie. Bisher hatte lediglich das mit dem US-Internetgiganten Google entwickelte Fernsehangebot als potenzielles Risiko gegolten. "Wir beurteilen die Gewinnwarnung als bedeutsam. Die Anleger werden sich jetzt fragen, ob Logitechs Ziel einer operativen Marge von zehn Prozent im Geschäftsjahr 2011/12 erreichbar ist", hieß es bei der Bank Helvea.

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