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09.03.2011 apa/Rudolf Felser

Tele2 Österreich hielt Ergebnis 2010 stabil

Der Telekomanbieter Tele2 hat 2010 sein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stabil bei 34,9 Mio. Euro gehalten. Das Betriebsergebnis (Ebit) liege im positiven Bereich.

Beim Umsatz gab es ein Minus von 31 Mio. auf 187 Mio. Euro, was Tele2-Chef Alfred Pufitsch primär auf die nunmehrige Zurechnung des Großkunden-Minutengeschäftes zur Tele2-Gruppe zurückführt.

Der Festnetz- und Internetanbieter ist eine Tochter der schwedischen Tele2. Weiters habe der Umsatz unter dem Kundenrückgang im Festnetz gelitten. Innerhalb eines Jahres gab es um 16.000 Kunden weniger, was an der Substitution durch das Handy liege. Insgesamt hat Tele2 nun 470.000 Kunden, davon 46.000 aus dem Geschäftsbereich. Betreut werden diese von 260 Mitarbeitern (minus 78 gegenüber 2009). 2011 soll die Mitarbeiterzahl gehalten werden.

Im heurigen Jahr will Pufitsch im Datenbereich wachsen und den Sprachumsatz stabilisieren. Dies soll durch ein Halten der Privatkunden und eine Offensive bei den Businesskunden erreicht werden. "B2B zahlt sich aus", so Pufitsch im Gespräch mit der APA.

Weniger ausgezahlt haben sich im Vorjahr die Bemühungen bei der Videotelefonie. Über diese werde zwar viel geredet, aber in der Realität sei das Interesse gering. Dafür habe die Großkundenakquisition Erfolg gezeigt. Zu den Kunden des alternativen Anbieters gehören unter anderem Siemens, der Flughafen Wien, das Justizministerium, Kika, Leiner, das Rote Kreuz und die Caritas.

Im heurigen Jahr will Pufitsch die erste komplett gehostete Telefonanlage für den Massenmarkt präsentieren. Der Ankauf, die Installation und die Wartung von Telefon-Nebenstellanlagen entfällt dadurch. "Telefongerät und Modem reichen, den Rest hostet Tele2", betonte der Manager. Außerdem setzt er auf Voice Over IP-Applikationen (VOIP-Apps) für Smartphones, wodurch das fehlende eigenen Mobilfunknetz kompensiert werden soll. Mit diesen Apps sollen Nebenstellen nahtlos mit mobilen Endgeräten verbunden werden können. "Damit kann Tele2 schon in naher Zukunft mobile Lösungen anbieten, ohne auf eigene Frequenzen oder Kooperationen mit Mobilfunkanbietern angewiesen zu sein", so Pufitsch.

An ein Zusammengehen mit einem Mobilfunker denkt Pufitsch trotz der sinkenden Festnetzanschlüsse nicht. Dieses Geschäftsmodell rechne sich nicht. Auch glaubt er nicht an eine Konsolidierung der Branche, denn im Markt sei zu wenig Geld um größere Aufkäufe zu tätigen. Was sich allerdings schon abzeichnet, ist das Ende der Preisspirale nach unten, erklärte Pufitsch. "Wir sind am natürlichen Ende angelangt", hieß es. Überhaupt lasse sich sagen, dass die Branche - im Gegensatz zu den Anfangszeiten der Liberalisierung - recht ruhig geworden ist. Große Lust auf neue Abenteuer verspürt Pufitsch jedenfalls nicht. Im Gegensatz zum Marktführer Telekom Austria will er sich daher auch nicht ins Geschäft mit Fernsehanschlüssen stürzen. (apa)

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