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14.02.2011 apa/Rudolf Felser

Epic akzeptiert höheren Preis für UkrTelekom

Der österreichische Investor Peter Goldscheider mit seiner Investmentfirma Epic ist der Milliarden-Übernahme des staatlichen ukrainischen Telekomanbieters UkrTelekom einen Schritt näher gekommen.

Goldscheider hofft, bis Ende März einen Vertrag abschließen zu können. Weil der Investor mit 1,3 Mrd. Dollar (961 Mio. Euro) einziger Bieter für die angebotenen 93 Prozent der Telekomgesellschaft war, musste eine neuerliche Bewertung des Unternehmens erfolgen. Die Ukraine verlange 10 Mio. Dollar mehr, was die Epic akzeptieren werde, bestätigte Goldscheider der APA einen Bericht der "Financial Times" (FT). Nun müsse man die Details verhandeln.

Das Geschäft sei aber noch nicht gelaufen, so Goldscheider zur APA und fügte hinzu: "Der Teufel steckt im Detail." Sollte es Ende März zum Vertragsabschluss kommen, habe man 60 Tage Zeit, den Kaufpreis zu zahlen. Das Closing könnte im Mai 2011 erfolgen.

Goldscheider sprach von einem "teuren Preis". Den Kauf soll schließlich die ukrainische Epic-Tochter ESU LLC durchführen, "die auch das finanzielle Risiko tragen wird", betonte Goldscheider. Der Kauf soll zu einem erheblichen Teil kreditfinanziert werden. Der "Financial Times" zufolge sollen Investmentbanken der ukrainischen Regierung einen möglichen Kaufpreis von bis zu 1,8 Mrd. Dollar genannt haben.

Goldscheider betonte gegenüber der APA erneut, dass die Gruppe den Telekomanbieter nicht für vorgeschobene Interessenten kaufen würde. Es handle sich um ein Eigeninvestment. Nach dem Kauf würden Umstrukturierung des Unternehmens vier bis fünf Jahre dauern. Einen "festgesetzten Exit" gebe es aber nicht. Dazu komme, dass Privatisierungen im Telekom-Bereich politisch sensibel seien, so Goldscheider. Man sei mit den zuständigen ukrainischen Partner in ständigen Gesprächen.

UkrTelekom betreut nach Eigenangaben 71 Prozent aller Festnetzanschlüsse (10 Millionen Telefonverbindungen) in der Ukraine und verfügt auch über eine Mobilfunklizenz. In den ersten drei Quartalen des Vorjahres wurde der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht auf 6,02 Mrd. Hrywnja (567 Mio. Euro) gesteigert, der Nettoverlust betrug 62,66 Mio. Hrywnja (Q1-Q3 2009: 194,8 Mio. Hrywnja). Für die Mitarbeiter wurden von Jänner bis Oktober 2010 rund 1,7 Mrd. Hrywnja aufgewendet. (apa)

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