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21.09.2009 Alex Wolschann/apa

Canon Österreich trotzt der Wirtschaftskrise

Die heimische Canon-Niederlassung hat im ersten Halbjahr ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gesteigert.

Die heimische Niederlassung des japanischen Elektronikriesen Canon hat im ersten Halbjahr ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gesteigert und ist damit - abgesehen von den Niederlanden - das einzige Land in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) in dem Zuwächse verzeichnet wurden. Auch die Profitabilität habe sich erhöht, erklärte Peter Baldauf, Geschäftsführer von Canon Österreich.

Für das Gesamtjahr gibt er sich ebenfalls optimistisch und rechnet mit einer Fortsetzung des Trends. "Vielleicht entwickelt sich das Geschäft sogar noch besser als im ersten Halbjahr", so Baldauf. Im Druckerbereich gebe es auf Endkundenseite eine positive Entwicklung. Bei den Geschäftskunden habe sich die Entscheidungsfindung verlangsamt, für Investitionen in IT-Infrastruktur seien "eindeutig mehr Unterschriften notwendig".

Zurückhaltung ortet Baldauf beim Mittelstand und in von der Krise besonders gebeutelten Branchen. Kompensiert werde diese Entwicklung durch den öffentlichen Bereich und Großunternehmen.

Einen neuen Vertriebskanal im Druckerbereich hat sich Canon unterdessen durch eine vertiefte Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Computerhersteller Hewlett Packard (HP) eröffnet.

"Wir können eine Lücke bei HP mit unseren Multifunktionsgeräten schließen. Wir verkaufen diese Geräte an HP und sind auch für Service und Support verantwortlich", so Baldauf über den kürzlich bekannt gegebenen Deal. Bis vor wenigen Tagen sei HP ein Mitbewerber gewesen, erklärte Gary Horsfall, Director Professional Services, gegenüber Journalisten in Barcelona. "In manchen Bereichen sind wir das auch noch, in anderen ergänzen wir uns."

ALLES AUS EINER HAND "Für uns besteht der große Vorteil darin, vom Low-End-Bereich bis zur Druckerpresse alles aus einer Hand anbieten zu können", erklärte Christine Donner, Direktorin der Imaging Printing Group von HP Österreich, gegenüber der APA. Hewlett-Packard sehe sich nicht als reiner Hardware-Verkäufer, sondern gehe "zum Lösungsverkauf über".

Auf eine Öffnung gegenüber Dritten und die Entwicklung weg vom reinen Hardware-Produzenten hin zum Anbieter von Gesamtpaketen setzt auch Canon immer stärker. Darauf deuten Allianzen mit und Beteiligungen an mehreren Softwarefirmen hin. So hält der japanische Konzern 17 Prozent am belgischen Unternehmen I.R.I.S., das sich auf Scannen und Dokumentenerfassung spezialisiert hat, 71 Prozent an der deutschen NT-ware (Kostenmanagement und Sicherheit) sowie 49 Prozent an der österreichischen Therefore, die ihre Archivierungslösungen exklusiv über Canon vertreibt. Industrieallianzen bestehen zudem mit Unternehmen wie Microsoft und Adobe.

Viele Unternehmen würden Firmen, an denen sie beteiligt sind, schlucken. "Wir haben uns absichtlich ferngehalten, weil wir groß und manchmal ein bisschen langsam sind. Die Unternehmen, an denen wir uns beteiligen, denken anders. Darum müssen wir deren dynamisches Element integrieren", gab sich Horsfall überzeugt. Es sei auch daran gedacht, Partnerschaften mit Systemintegratoren aufzubauen: "Dafür sind wir offen." Canon bleibe ein wichtiger Produzent, aber "die Box wird softer", gibt Horsfall die Richtung vor. Man werde, "das zukaufen, was wir selbst nicht können". Ziel sei, Nischenanwendungen zu einem Gesamtpaket zusammenzuführen und andererseits individuelle Lösungen daraus zu basteln.

Canon Österreich beschäftigt derzeit 380 Mitarbeiter und kommt laut Branchenkennern auf einen Umsatz von rund 165 Mio. Euro. Weltweit erzielte das Unternehmen im Jahr 2008 mit etwa 160.000 Beschäftigten Erlöse von 45 Mrd. US-Dollar. Rund ein Drittel der Umsätze entfällt auf Europa.

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