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22.09.2009 Christof Baumgartner/apa

Ein Jahr Orange in Österreich

100.000 neue Kunden gewonnen.

Im September 2008 vollzog der heimische Mobilfunkanbieter One den Markenwechsel zu Orange. Ein Jahr später freut sich Orange-CEO Michael Krammer über den laut eigenen Worten "erfolgreichsten Markenwechsel der letzten Jahre in Österreich." Doch die Freude war nicht nur wegen des Farbwechsels von Blau auf Orange groß, Krammer meldete ebenfalls einen Kundenzuwachs von sieben Prozent auf 2,1 Millionen in den letzten zwölf Monaten. Die Zahl der Vertragskunden stieg gar um 13 Prozent.

"Jeder dritte Kunde, der seit September 2008 einen neuen Handyvertrag abschließt tut dies bei Orange", so Krammer. Treiber des Neukundengeschäfts war nicht zuletzt das Apple-Kulthandy iPhone, das Orange dank der Konzernmutter France Telecom als erster in Österreich anbieten konnte.

Sehr gut gelaufen sei auch das Geschäft in den Bundesländern, in denen man bisher eher schwach vertreten gewesen war. Besonders Salzburg und Vorarlberg hätten kräftig zugelegt. Hier habe sich das Kombipaket aus Inlands- und EU-Tarif sehr gut behaupten können. Im Plan sei auch das Geschäftskundensegment, in dem Orange innerhalb eines Jahres 7.000 Betriebe dazugewonnen hat, hauptsächlich im KMU-Bereich. Bei den Breitbandverkäufen wurde ein Plus von 60 Prozent auf 250.000 Kunden erzielt. Für das kommende Jahr rechnet Krammer mit weniger Umsatz. Diese Ausfälle sollen durch Kundenwachstum ausgeglichen werden.

Krammer bekräftigte noch einmal die seit längerem geltende Beschäftigungsgarantie für die 800 Orange-Mitarbeiter bis Jahresende. Eine seriöse Aussage für das Jahr 2010 lasse sich aber derzeit nicht geben, dazu müsse man das Weihnachtsgeschäft abwarten. Die Personalkosten würden aber lediglich sechs Prozent des Umsatzes ausmachen, da gäbe es viele andere Bereiche wo man ansetzen müsse. Außerdem kündigte Krammer eine Serviceoffensive an, und dazu brauche man ausreichend und gut motivierte Mitarbeiter.

DIGITALE DIVIDENDE GEFORDERT Wichtig wäre aber auch eine gute Infrastrukturpolitik. Krammer nutze die Gelegenheit der Pressekonferenz einen Appell an die Politik zu richten, die "digitale Dividende" für die Mobilfunkbranche freizugeben. Darunter werden jene TV-Frequenzen verstanden, die durch die Umstellung auf Digital-TV nicht mehr benötigt werden. Die Mobilfunker wollen damit den Breitbandausbau in ländlichen Gebieten vorantreiben, während die Telekom Austria lieber ihr Glasfasernetz ausbauen würde. Allerdings sei dieser Festnetzausbau mit dem angekündigten Investitionsvolumen von einer Milliarde Euro überhaupt nicht zu schaffen, gab Krammer zu bedenken.

"Wir wollen keine Förderungen, wir wollen nur die Frequenzen, bitte geben Sie sie frei", so Krammer in Richtung Bundesministerin Doris Bures. Zuletzt hatte es aus dem Verkehrsministerium geheißen, es werde wohl auch einen Teil der Frequenzen für die Handynetzbetreiber geben. Allerdings wird es dazu keine konkrete Entscheidung in dieser Legislaturperiode - also bis 2013 - geben. Die Vergabe selbst ist für 2015 vorgesehen. "Dann ist es ganz bestimmt zu spät", meint dazu Krammer und verweist auf andere EU-Länder, die hier schon viel weiter seien.

Nach wie vor in den Kinderschuhen steckt Mobile-TV. Fernsehen am Handy starte deswegen nicht durch, weil hier andere große Länder Österreich technologisch und regulatorisch weit hinterherhinken und die Handyhersteller daher kein Interesse haben die nötigen Endgeräte im großen Ausmaß und somit kostengünstig zur Verfügung zu stellen. Selbst wenn die Endgeräte gestützt würden seien sie noch immer so teuer wie ein kleiner Flatscreen-Fernseher, sagte Krammer.

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