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19.10.2009 apa/Rudolf Felser

Google wächst kräftig und plant größere Übernahmen

Der Internetgigant wuchs im dritten Quartal so schnell wie seit fast zwei Jahren nicht mehr und verdiente zudem überraschend viel Geld.

Google schlägt sich inmitten der weltweiten Anzeigenkrise blendend und will seine Expansion mit großen Übernahmen weiter forcieren. Der Internetgigant wuchs im dritten Quartal so schnell wie seit fast zwei Jahren nicht mehr und verdiente zudem überraschend viel Geld. Mit dem Erfolg im Rücken will Google nun "alle ein oder zwei Jahre" eine große Firma schlucken. Börsianer zeigten sich beeindruckt von Bilanz und Zukunftsplänen - die Aktie legte an der Wall Street am 16. Oktober rund vier Prozent zu.

"Wenngleich viel Unsicherheit über das Tempo der wirtschaftlichen Erholung besteht, glauben wir, dass das Schlimmste der Rezession hinter uns liegt", sagte Konzernchef Eric Schmidt nach Vorlage der Bilanz. Große Firmen hätten wieder mehr für Werbung bei Google ausgegeben und Verbraucher mehr online eingekauft. Das Unternehmen profitierte dabei auch vom Boom mobiler Geräte - etwa internetfähiger Mobiltelefone: Allein innerhalb eines Quartals nahmen hier die Suchanfragen um 30 Prozent zu. Die beliebte Video-Seite Youtube will Google "in nicht allzu ferner Zukunft" profitabel machen.

Das Management sei nun zuversichtlich, wieder massiv in die Zukunft des Unternehmens investieren zu können, sagte Schmidt weiter. "Wir sind offen für Geschäfte, um strategische Übernahmen zu machen - sowohl kleine als auch große." Große Übernahmen würden aber nach streng strategischen Aspekten verfolgt - etwa die Beschleunigung des Umsatzwachstums oder die Erschließung eines wichtigen Kundenkreises, zu dem Google bisher keinen Zugang habe.

Googles Nettoumsatz stieg binnen Jahresfrist um 8,5 Prozent auf 4,4 Mrd. Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Dabei wuchs der Anteil, den Google mit seiner eigenen Internetseite zum Umsatz beisteuerte, auf 67 Prozent. Ein Drittel des Umsatzes kommt damit von anderen Seiten und Geschäftsfeldern. Insgesamt macht Google weiterhin mehr als die Hälfte seines Umsatzes außerhalb der USA. Der Nettogewinn des Yahoo-Rivalen kletterte um 23 Prozent auf 1,6 Mrd. Dollar.

INVESTITIONEN = WENIGER GEWINN "Google ist ohne Konkurrenz. Yahoo kommt nicht zum Zug und Microsofts Bing ist noch zu klein", sagte Analyst Colin Gillis von Brigantine Advisors. "Sie haben einen guten Job bei jeder einzelnen Zahl gemacht. Wir denken, das ist nachhaltig." Ross Sandler von RBC Capital Marktes goss aber einen Schluck Wasser in den Wein: "Das einzige, was Aktionäre vorsichtig werden lässt, ist, dass Schmidt über massive Investitionen in die Zukunft gesprochen hat." Dies würde weniger Raum für Gewinnausschüttungen lassen.

Google macht insbesondere Geld durch den Verkauf von Online-Anzeigen, die neben themenverwandten Suchergebnissen geschaltet werden. Dieses Geschäftsmodell steht angesichts der Wirtschaftskrise und der Flaute auf dem Anzeigenmarkt unter Druck. Allerdings profitieren Internetfirmen wie Google offensichtlich stärker von der wieder leicht anziehenden Konjunktur, da mit Onlineanzeigen gezielter und kostengünstiger Kunden angesprochen werden könnten als mit Print- oder Fernsehwerbung, erklärte Analyst Jason Helfstein von Oppenheimer. (apa)

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