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22.12.2009 apa/Rudolf Felser

Brain Force rutschte 2009 ins Minus und will in die USA

Der börsenotierte IT-Dienstleister Brain Force hat die endgültigen Zahlen für das verkürzte Geschäftsjahr 2009 (Jänner bis September) bekanntgegeben.

Wie das Unternehmen mitteilte, drehte das operative Ergebnis (EBIT) von plus 3,0 Mio. auf minus 2,89 Mio. Euro ins Minus, nachdem der Umsatz krisenbedingt um ein Fünftel auf 61,69 Mio. Euro gesunken ist. Unter dem Strich wies das Unternehmen einen Verlust von 4,83 Mio. Euro aus.

Damit wurden die Anfang November präsentierten vorläufigen Zahlen bestätigt. Die Änderung des Wirtschaftsjahres war im Mai als Vorbereitung der Vollkonsolidierung der Brain-Force-Mutter Beko Holding bei deren früherem Mehrheitseigentümer Cross Industries gedacht, erläuterte Finanzvorstand Thomas Melzer auf APA-Anfrage.

Mittlerweile ist der Anteil der Cross-Industries-Gruppe bei der Beko auf unter 48 Prozent gerutscht, nachdem die Oberbank 14,44 Prozent der Aktien übernommen hat.

Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen lag das Betriebsergebnis der Brain Force im Rumpfgeschäftsjahr bei -1,5 Mio. Euro. Zu den Einsparungen zählten nach Unternehmensangaben neben konsequenten Sparmaßnahmen im operativen Geschäft vor allem harte Restrukturierungsmaßnahmen in Italien, die Schließung des Standortes Berlin sowie Kurzarbeit in Deutschland. In Summe habe das Unternehmen den Mitarbeiterstand um rund 13 Prozent auf im Schnitt 1.026 reduziert - 43 Prozent davon arbeiten in Deutschland

Im neuen Geschäftsjahr 2009/2010 (per Ende September) will Brain Force wieder "eine aktive Wachstumsstrategie" verfolgen und ein positives Ergebnis erwirtschaften. Die Restrukturierungen sollten erste positive Auswirkungen zeigen, außerdem sei die Kostenbasis gegenüber 2008 um 20 Mio. Euro gesenkt worden.

Momentan ist die Brain-Force-Tochter SolveDirect gerade dabei, in den USA eine Niederlassung aufzubauen. Finanziert wird die Expansion durch die Beteiligung des 3TS Cisco Growth Fonds an SolveDirect. Das Closing steht zwar noch aus, Anfang Jänner sollen aber in einem ersten Schritt rund 750.000 Euro fließen. In den nächsten drei bis fünf Jahren sollen Kapitalerhöhungen von bis zu 6 Mio. Euro erfolgen. Brain Force werde sich verwässern lassen. In "ein paar Jahren" soll SolveDirect rund 20 Mio. Euro umsetzen, so das Ziel. 2008 belief sich der Umsatz der Tochter auf 5,7 Mio. Euro.

Künftig will sich Brain Force "nicht nur organisch vergrößern, sondern auch durch Zukäufe", sagte Hofer. Große Chancen sieht der Vorstandschef, dessen Vertrag bis Ende 2010 läuft, im Bereich Microsoft Dynamics. In Österreich sei der Aufbau einer MS-Dynamics-Dienstleistungs-Einheit geplant. Im Segment Infrastruktur-Optimierung will Brain Force seine Angebotspalette verbreitern. Langfristig strebt das Unternehmen eine Ebit-Marge von 5 Prozent an, 2009/10 will man operativ wieder schwarze Zahlen schreiben.

Von Jänner bis September ist der Umsatz von Brain Force um 20 Prozent auf 61,69 Mio. Euro eingebrochen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rutschte ins Minus und belief sich auf -0,20 Mio. nach 5,94 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ebit verschlechterte sich auf -2,89 Mio. Euro (+3,00 Mio. Euro), bereinigt um die Restrukturierungsmaßnahmen waren es -1,50 Mio. Euro. (apa)

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