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29.01.2010 apa/Rudolf Felser

Infineon startet mit Gewinnplus ins Geschäftsjahr

Der Chiphersteller hat in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres den Konzernüberschuss im Vergleich zum Vorquartal von 14 auf 66 Mio. Euro gesteigert. Vor einem Jahr hatte Infineon noch ein Minus von 404 Mio. Euro gemeldet.

Kräftig erhöht wird die Jahresprognose für 2009/10. Erwartet werden nun ein Umsatzplus von mehr als einem Fünftel auf mindestens 3,63 Mrd. Euro und eine operative Rendite im hohen einstelligen Bereich, wie Infineon mitteilte. Bisher war Infineon von einem Umsatzzuwachs von zehn Prozent und einer Marge um fünf Prozent ausgegangen.

Der Umsatz belief sich im ersten Quartal auf 941 Mio. Euro, das ist im Vergleich zum Vorquartal ein Plus von zehn Prozent und gegenüber dem Vorjahresquartal von 27 Prozent. Konzernchef Peter Bauer erklärte, das Unternehmen habe die Erholung der Wirtschaft in Ergebnisse umgesetzt, "die unsere ursprünglichen Erwartungen übertrafen".

Infineon hatte zwar durch den Verkauf der Festnetzchipsparte an den Finanzinvestor Golden Gate Capital einen Sondererlös von 106 Mio. Euro nach Steuern verbucht. Allerdings wurde die Freude über den Geldsegen durch Lasten aus dem Joint Venture Altis getrübt, das Infineon bisher gemeinsam mit IBM in Frankreich betreibt und das bis Ende März im dritten Anlauf verkauft werden soll. Durch die Entkonsolidierung des Altis-Anteils habe Infineon einen einmaligen Verlust von 81 Mio. Euro schultern müssen. Das für Infineon wichtige Segmentergebnis, in dem sich die betriebliche Entwicklung widerspiegeln soll, kletterte im Quartalsvergleich von 52 auf 88 Mio. Euro.

Infineon hatte nach vielen verlustreichen Quartalen, einem harten Sparprogramm samt Spartenverkauf und einer geglückten Kapitalerhöhung im vorherigen Quartal die Wende geschafft und erstmals seit fast drei Jahren knapp den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Dabei half dem Konzern die Konjunkturerholung. In der Halbleiter-Branche spürt nicht nur Infineon den Aufwind. Auch Schwergewichte wie die US-Unternehmen Texas Instruments, Intel und Advanced Micro Devices (AMD) legten für das abgelaufene Quartal starke Zahlen vor.

In Österreich ist Infineon mit einem Werk in Villach sowie Niederlassungen für Forschung und Entwicklung in Villach, Graz, Linz und IT-Management in Klagenfurt und Verkauf in Wien vertreten. (apa)

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