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07.04.2010 Christof Baumgartner

Kapsch wird zum Marktführer

Nach der Übernahme der GSM-Bereiche von Nortel sitzt nun mit Kapsch Carriercom ein Weltmarktführer in Wien, der für heuer einen Umsatz von über 500 Millionen Euro anstrebt.

Mit dem Kauf von Teilen von Nortel hat die Kapsch Gruppe am 1. April die größte Übernahme in ihrer mehr als hundertjährigen Firmengeschichte abgeschlossen. 33 Millionen Dollar in bar (rund 25 Millionen Euro) blätterte die IT-Tochter Kapsch Carriercom (KCC) auf den Tisch und avanciert damit im Bereich GSM-R (Zugfunk) mit 58 Prozent Marktanteil zum Weltmarktführer. Auch als Anbieter von GSM-Technologie entwickelt sich das Unternehmen von einem regionalen Anbieter mit Schwerpunkt auf Zentral- und Südosteuropa zu einem globalen Player am internationalen Markt.

Die gestärkte Position auf dem Weltmarkt veranlasste das Unternehmen auch dazu, den Vorstand zu erweitern. Neuer CEO ist ab sofort Kari Kapsch, »ein Beweis, welche Relevanz KCC nun in der gesamten Kapsch Gruppe einnimmt«, so der Geschäftsführer. Der bisherige Geschäftsführer Thomas Schöpf wird COO, Ingolf Planer bleibt Finanzchef. Außerdem soll ein Technikchef dazukommen – dieser wird aber noch gesucht.

»Die Übernahme führt Kapsch in ein neues Unternehmenszeitalter, wir haben mit der Gesellschaft noch einiges vor«, sagt Kapsch. Die Mitarbeiterzahl verdoppelt sich durch die Übernahme um 330 Personen auf rund 700. 160 Neuzugänge entfallen dabei auf Frankreich, 50 auf Deutschland. Kapsch CarrierCom ist nunmehr in 26 Ländern vertreten, darunter, Frankreich, Deutschland, UK, Spanien, Russland, China und die USA. Der Firmensitz bleibt aber in Wien.

DOPPELT SO GROSS »Diese globale Ausrichtung stellt natürlich große Herausforderungen an die gesamte Organisationsstruktur – denn das Unternehmen ist mit einem Schlag auf die doppelte Größe angewachsen. Unsere enge Zusammenarbeit mit Nortel in der Vergangenheit vereinfacht die Eingliederung jedoch ungemein«, so CFO Ingolf Planer. Die Marktpositionen in den Bereichen sollen naturgemäß gestärkt werden. Der GSM-R Bereich zähle zu den absoluten Zukunftsbranchen. Einige Ausschreibungen wie beispielsweise in Ungarn, Polen, der Türkei oder Portugal befinden sich in der Pipeline – hier habe KCC aufgrund der führenden Marktposition ausgezeichnete Chancen bei der Projektvergabe. Zudem eröffne sich für das Unternehmen durch die Entwicklung von Applikationen ein interessantes Geschäftsfeld: »Die Zusammenarbeit des Entwicklungsteams für Nortel-Produkte mit den neu übernommenen Entwicklungszentren bietet optimale Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des GSM-Portfolios, einschließlich der Migration zu zukünftigen Mobilfunktechnologien wie beispielsweise LTE«, so Kapsch. Die neu übernommenen Gesellschaften führen zu mehr als einer Verdopplung der Umsätze von KCC. Für heuer wird ein Umsatz von 530 Millionen Euro angestrebt, bis zu 150 Millionen davon sollen von der Neuerwerbung kommen.

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