Quanmax erreichte 2009 die Gewinnzone Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


12.04.2010 Alex Wolschann/apa

Quanmax erreichte 2009 die Gewinnzone

Der oberösterreichische Notebook-Hersteller Quanmax AG mit taiwanesisch-malaysischen Eigentümern hat den Turnaround 2009 geschafft.

Der oberösterreichische Notebook-Hersteller Quanmax AG mit taiwanesisch-malaysischen Eigentümern hat den Turnaround 2009 geschafft. Das in Frankfurt börsenotierte Unternehmen erzielte im Vorjahr dank eines Sparprogramms und des Rückzugs aus dem verlustreichen TV-Geschäft einen Nettogewinn in Höhe von 3,25 Mio. Euro - nach Verlusten von 8,2 Mio. Euro im Jahr davor.

Der Umsatz verdoppelte sich von 28,2 auf 59,9 Mio. Euro. "Wir haben relativ viel an der ehemaligen Gericom geändert, nicht nur den Namen", sagte der CEO der Linzer Quanmax AG, Hannes Niederhauser, zur APA. Heuer soll der Gewinn mit einem Plus von 25 Prozent stärker steigen als der Umsatz (plus mindestens 15 Prozent). Nächstes Jahr sollen die Verkaufserlöse die 100-Millionen-Euro-Marke streifen. "Wir haben intelligentere Produkte als in der Vergangenheit." Die Margen erhöhen und die Ergebnisse beflügeln soll die Technologiezusammenarbeit mit der Uni Linz und Microsoft.

Im Vorjahr sei man nicht nur dank der Akquisition von Chiligreen gewachsen, sondern auch organisch. 80 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete Quanmax in Österreich. Das soll sich künftig ändern. Laut Expansionsstrategie des Unternehmens werden die Märkte Deutschland, Schweiz und Osteuropa fortan verstärkt bearbeitet. "Bis 2012 wollen wir über die Hälfte der Verkaufserlöse außerhalb Österreichs machen", umriss Niederhauser das Ziel. In Deutschland habe Quanmax bereits einen Zukauf getätigt, in der Schweiz wurde eine Niederlassung gegründet.

Zu den größten Kunden gehörten 2009 die Diskonthandelskette Hofer, die Mobilkom, Media-Saturn, Libro, Siemens und die inzwischen nicht mehr existierende Cosmos. Der wichtigste Umsatzträger mit einem Anteil von 60 Prozent waren Notebooks, nur knapp 15 Prozent wurden mit innovativen Eigenprodukten erzielt. Bis 2012 soll sich der Anteil der Notebooks auf 30 Prozent halbieren und jener der Eigenprodukte auf über 60 Prozent deutlich erhöhen. "Damit wollen wir auch unsere Margen mehr als verdoppeln", erklärte der Manager.

Das angepeilte Wachstum wird über Kredite ermöglicht. "Unsere Bankschulden liegen bei 6,5 Mio. Euro - mit diesem Geld wollen wir das Wachstum finanzieren, darum haben wir auch die Kapitalerhöhungen gemacht", erklärte Niederhauser. Ende 2009 gab es 13,7 Millionen Quanmax-Aktien, mittlerweile sind es 20 Millionen. Die Marktkapitalisierung erhöhte sich seit Ende des Vorjahrs von 21 auf aktuell 32 Mio. Euro.

In Summe habe das Unternehmen "Kreditmöglichkeiten im Volumen von bis zu 30 Mio. Euro, wovon deutlich über 15 Mio. Euro nicht abgerufen sind". 15 Mio. Euro entfallen auf einen Factoring-Kredit von der RZB, mit dem 6 Mio. Euro an Forderungen finanziert wurden und 9 Mio. Euro den Angaben zufolge noch verfügbar sind. Hinzu kommen eine operative Kreditlinie bei einer taiwanesischen Bank im Volumen von 10 Mio. Dollar (7,5 Mio. Euro), die es Quanmax erlaube, Produkte in Asien zu kaufen, sowie ein 6-Mio.-Euro-Kredit von der BAWAG und der Volksbank im Konsortium, der zu 80 Prozent vom Land Oberösterreich besichert sei.

"Unsere Linien geben uns hohe Liquidität für zukünftiges Wachstum", so Niederhauser. Daneben verfüge die Technologiefirma über 15 Mio. Euro Cash (netto 9 Mio. Euro). 2008 sei der Cash-Flow noch mit 4 Mio. Euro negativ gewesen, 2009 habe der operative Cash-Flow über 1 Mio. Euro betragen, der gesamte Cash-Flow über 4 Mio. Euro. Die Lagerdrehzahl wurde im Jahresabstand von 40 auf 36 Tage reduziert, die Tilgungszeit der Forderungen ging von 41 auf 22 Tage zurück.

Die österreichische Gericom wurde Mitte 2008 von Quanmax übernommen. 67 Prozent der Unternehmensanteile gehören der malaysischen Quanmax BHD (GmbH), die wiederum zu 100 Prozent der taiwanesischen Quanmax Incorporated zuzurechnen ist. 33 Prozent der Aktien sind im Streubesitz - institutionelle deutsche Anleger halten 22 Prozent, Kleinanleger 11 Prozent. Über die malaysische Quanmax befinden sich 22 Prozent der Aktien in Händen des Managements (inklusive Niederhauser).

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • free-com solutions gmbh

    free-com solutions gmbh Werbewirtschaft, Wasser- und Energieversorgung, Vereine und Verbände, Umweltschutz, Touristik, Personenverkehr, Öffentliche Verwaltung,... mehr
  • Dimension Data Austria GmbH

    Dimension Data Austria GmbH Call Center, IKT-Consulting, Migrations-Management, Outsourcing, Systemintegration und Systemmanagement, Systempflege- und Wartung mehr
  • Rittal GmbH

    Rittal GmbH Netzwerk-Management, Netzkomponenten, Zugangs- und Zutrittskontrolle, Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), Überwachungssysteme, Notfalls-Rechenzentren, Netzwerk- und Systemüberwachung,... mehr
  • customer care solutions - Call Center Betriebs GmbH

    customer care solutions - Call Center Betriebs GmbH B2C Dienste und Lösungen, B2B Dienste und Lösungen, User Helpdesk-Systeme und Hotlines, Systempflege- und Wartung, Outsourcing, IKT-Consulting, Facility Management,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: