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21.04.2010 Christof Baumgartner/pi

Quanmax schafft Turnaround

Quanmax, oberösterreichischer Notebook-Hersteller mit taiwanesisch-malaysischen Eigentümern hat den Turnaround 2009 geschafft.

Das in Frankfurt börsenotierte Unternehmen erzielte im Vorjahr dank eines Sparprogramms und des Rückzugs aus dem verlustreichen TV-Geschäft einen Nettogewinn in Höhe von 3,25 Millionen Euro – nach Verlusten von 8,2 Millionen Euro im Jahr davor. Der Umsatz verdoppelte sich von 28,2 auf 59,9 Millionen Euro.

»Wir haben relativ viel an der ehemaligen Gericom geändert – nicht nur den Namen«, sagt der Geschäftsführer des Linzer Unternehmens, Hannes Niederhauser. Im Vorjahr sei man nicht nur dank der Akquisition von Chiligreen gewachsen, sondern auch organisch. Heuer soll der Gewinn mit einem Plus von 25 Prozent stärker steigen als der Umsatz (mindestens plus 15 Prozent). Im nächsten Jahr sollen die Verkaufserlöse dann bereits die 100-Millionen-Euro-Marke streifen. Die Margen erhöhen und die Ergebnisse beflügeln soll unter anderem eine Technologiezusammenarbeit mit der Uni Linz und Microsoft.

EXPANSIONSPLÄNE 80 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete Quanmax in Österreich. Das soll sich künftig ändern. Laut Expansionsstrategie des Unternehmens werden die Märkte Deutschland, Schweiz und Osteuropa fortan verstärkt bearbeitet. »Bis 2012 wollen wir über die Hälfte der Verkaufserlöse außerhalb Österreichs machen«, nennt Niederhauser das Ziel. In Deutschland habe Quanmax bereits einen Zukauf getätigt, in der Schweiz wurde eine Niederlassung gegründet. Zu den größten Kunden gehörten 2009 die Diskonthandelskette Hofer, die Mobilkom Austria, Media-Saturn, Libro, Siemens und das inzwischen nicht mehr existierende Unternehmen Cosmos. Der wichtigste Umsatzträger waren mit einem Anteil von 60 Prozent Notebooks, nur knapp 15 Prozent wurden mit Eigenprodukten erzielt. Bis 2012 soll sich der Anteil der Notebooks auf 30 Prozent halbieren und jener der Eigenprodukte auf über 60 Prozent deutlich erhöhen.

Das angepeilte Wachstum wird über Kredite ermöglicht. »Unsere Bankschulden liegen derzeit bei 6,5 Millionen Euro – mit diesem Geld wollen wir das Wachstum finanzieren. Darum haben wir auch die Kapitalerhöhungen gemacht«, erklärt Niederhauser. Ende 2009 gab es demnach 13,7 Millionen Quanmax-Aktien – mittlerweile sind es 20 Millionen. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens hat sich seit Ende des Vorjahrs von 21 auf aktuell 32 Millionen Euro erhöht.

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