AT&S weitete Verluste auf -37,6 Mio. aus Detail - Computerwelt

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11.05.2010 Alex Wolschann/apa

AT&S weitete Verluste auf -37,6 Mio. aus

Der börsenotierte Leiterplattenhersteller ATS hat im Geschäftsjahr 2009/10 seinen Verlust enorm ausgeweitet: Nach -5,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum wurden nun -37,6 Mio. Euro eingefahren.

Der börsenotierte Leiterplattenhersteller ATS hat im Geschäftsjahr 2009/10 (bis Ende März) seinen Verlust enorm ausgeweitet: Nach -5,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum wurden nun -37,6 Mio. Euro eingefahren. Das Ergebnis pro Aktie verschlechterte sich deutlich von -0,23 auf -1,6 Euro.

Operativ hat der Konzern mit Stammwerk im steirischen Leoben-Hinterberg nach einem schwachen Jahresbeginn im zweiten Halbjahr wieder aufgeholt. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag im Gesamtjahr schließlich bei 11 (26,6) Mio. Euro, das Vorsteuerergebnis schrumpfte auf ein Zehntel und betrug nur mehr 2,6 Mio. nach 27,8 Mio. im vorherigen Geschäftsjahr.

Der Umsatz sank von 449,9 auf 372,2 Mio. Euro. Das Konzernergebnis ohne Einmaleffekte (Restrukturierungskosten) wurde von Finanzvorstand Steen Hansen mit -1,1 Mio. Euro beziffert, nach 24,8 Mio. in der Vorjahresperiode. Die Volumsproduktion wurde zur Gänze von der Steiermark nach Shanghai verlagert, die Kosten für die Restrukturierung drücken schwer aufs Ergebnis. Trotz der roten Zahlen sieht der Vorstand das Unternehmen für die Rückkehr zum Wachstum "sehr gut aufgestellt".

Im Ausblick will ATS im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 nun 435 Mio. Euro Umsatz erzielen, eine EBIT-Marge von 7 Prozent wird angestrebt. 2009/10 lag die EBIT-Marge bei 2,9 Prozent. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 7. Juli vorschlagen, eine Dividende von 0,10 Euro auszuschütten.

Im Jahresverlauf sei das Geschäftsjahr 2009/10 (per 31. März) "kalt-warm" verlaufen, so der scheidende Unternehmenssprecher Hans Lang. Nach einem Einbruch zu Jahresbeginn habe sich das zweite Halbjahr zu einem der profitabelsten in der Unternehmensgeschichte entwickelt. Das vierte Quartal sei durch die starke Konzentration auf China von den zwei Wochen Urlaub rund um das chinesische Neujahr geprägt, wodurch die Betriebsleistung im Werk Shanghai niedriger ausgefallen sei.

Der neue Vorstandsvorsitzende Andreas Gerstenmayer, seit Februar als Nachfolger von Harald Sommerer im Amt, sieht beim Unternehmen den Turnaround geschafft und kündigte Investitionen in Höhe von 80 Mio. Euro an. Elf Millionen davon sollen in Österreich investiert werden, wo in Leoben-Hinterberg, in Fehring und in Klagenfurt an drei Standorten gearbeitet wird.

SMARTPHONES ALS WACHTUMSTREIBER Der Schwerpunkt der Leiterplattenproduktion liegt im Bereich Mobile Devices, wo rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet wurden. Acht der zehn Top-Ten-Handy-Hersteller werden von ATS beliefert, nach Angaben aus Branchenkreisen stecken auch im iPad von Apple Bauteile von ATS. Auf diesbezügliche Nachfrage blieb die Unternehmensführung auch heute zurückhaltend: Mit den Kunden sei vereinbart, keine Firmennamen zu nennen. Der Smartphone-Markt wird als Wachstumstreiber mit großen Chancen gesehen. Derzeit seien fast alle Werke voll ausgelastet.

Von den 5.875 ATS-Mitarbeitern (per Ende März) sind 1.300 an den drei österreichischen Standorten beschäftigt, 3.400 Mitarbeiter produzieren für ATS in Shanghai, 940 in Indien und 230 in Südkorea. Die Volumsproduktion wurde im abgelaufenen Jahr zur Gänze von Leoben-Hinterberg nach Asien verlagert, bis Herbst 2009 wurden 300 Arbeitsplätze abgebaut. Wegen hoher Nachfrage im automotiven Bereich mussten Teile der Aufträge statt in Indien doch wieder in Österreich produziert werden. Im Vertrieb sollen die USA als neuer Markt aufgenommen werden, kündigte Gerstenmayer an.

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