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25.08.2010 Christof Baumgartner

Telekom Austria spürt Preiskampf

Die Telekom Austria Gruppe (TA) hat den harten Wettbewerb im Mobilfunk sowie den Preisverfall für Telefondienste im ersten Halbjahr 2010 stark zu spüren bekommen.

Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) gab um 14,2 Prozent auf 300,5 Millionen Euro nach, das Nettoergebnis reduzierte sich um 4,6 Prozent auf 159,9 Millionen Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gab es ein Minus von 8,3 Prozent auf 829,7 Millionen Euro und der Umsatz sank um 3,9 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Besonders schlecht ist es im zweiten Quartal gelaufen. Hier gab das Betriebsergebnis um 21,2 Prozent auf 134,2 Millionen Euro nach, das EBITDA um 10,3 Prozent (403,8 Mio. Euro) und der Umsatz um 1,9 Prozent (1,2 Mrd. Euro). »Wir sind nach wie vor in einem Marktumfeld tätig, das durch verschärften Wettbewerb sowie regulatorische und auch makroökonomische Einflüsse gekennzeichnet ist. Vor diesem Hintergrund gingen die Umsatzerlöse der Gruppe aufgrund von weniger Sprachminuten im Segment Festnetz und niedrigeren Terminierungsentgelten in der Mobilkommunikation zurück«, so die Analyse von Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender der TA.

Vor allem der Festnetzbereich macht dem Unternehmen weiterhin zu schaffen. Das Unternehmen wertet es schon als Erfolg, dass sich im zweiten Quartal 2010 der Anschlussrückgang mit 6.000 Anschlüssen weniger gegenüber dem Vorjahr (12.600 Anschlüsse weniger) halbiert hat. Nur mehr jede fünfte Telefonminute wird über das Festnetz übertragen, der Kunde greift lieber zum Handy. Im Mobilfunk gehen die Umsätze aber auch zurück, das EBITDA verringerte sich um 8,3 Prozent auf 282,2 Millionen Euro. Der Umsatz gab um 6,9 Prozent auf 740,2 Millionen Euro nach. Mit einem Marktanteil von 42 Prozent ist die Mobilkom Austria aber weiter unangefochtener Marktführer. Wie bei den Mitbewerbern auch boomte das Geschäft mit mobilem Breitband-Internet. Mittlerweile habe man 621.000 Breitband-Kunden. Trotz verstärkter Datennutzung sinkt aber (wie bei Orange, siehe Artikel oben) der Durchschnittsumsatz je Handynutzer: Er gab um 11,4 Prozent auf 22,6 Euro nach.

Weiter geht bei der TA im Zuge der Fusion von Festnetz- und Mobilfunksparte auch der Personallabbau. Im Festnetz reduzierte sich die Zahl um 277 Personen auf 7.939, im Mobilfunk gab es einen Reduktion von 52 Arbeitsplätze auf 8.591. Finanzvorstand Hans Tschuden erwartet, dass für die Fusion heuer 30 bis 40 Millionen Euro an Kosten und Investitionen anfallen. Bisher seien die Kosten mit einer Million Euro überschaubar geblieben. Ab 2014 soll die Verschmelzung jährlich 100 Millionen Euro durch Synergien bringen.

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