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19.10.2010 apa

IBM verdient glänzend

Das IT-Urgestein IBM eilt von Rekord zu Rekord. Der Gewinn stieg das 31. Quartal in Folge, auch der Umsatz legte zu.

Im dritten Quartal sind wir in unserem Geschäft mit Hardware, mit Software und mit Dienstleistungen gewachsen, sagte Konzernchef Samuel Palmisano am Montag. Er hob die Jahresprognose abermals an.

Von Juli bis September verdiente IBM unterm Strich 3,6 Mrd.Dollar (2,6 Mrd. Euro). Das ist zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 24,3 Mrd. Dollar. Das war in beiden Fällen mehr als Analysten erwartet hatten.

Dennoch büßte die Aktie nach Börsenschluss in New York drei Prozent ihres Wertes ein. Beobachter schoben das zum einen darauf, dass das Papier zuvor mit 142,83 Dollar sein Allzeithoch erreicht hatte und viele Aktionäre nun ihre Gewinne einstreichen. Zum anderen störten sich einige Anleger an den stagnierenden Neuabschlüssen im wichtigen Servicegeschäft.

STANDBEIN SERVICE Bereits im Vorquartal war IBM ein wenig die Puste ausgegangen, nachdem das Unternehmen die ganze Wirtschaftskrise hindurch geglänzt hatte. Der Konzern macht mehr als Hälfte seines Umsatzes mit Dienstleistungen wie dem Betrieb von Rechenzentren. Die Konkurrenten wie HP oder Dell drängen aber mit aller Gewalt in die IBM-Domänen.

IBM reagiert darauf mit immer neuen Übernahmen. Einer der größten Zukäufe in der jüngsten Vergangenheit war der Datenanalyse-Spezialisten Netezza für 1,7 Mrd. Dollar. Die Dienstleistungen sind gemeinhin wesentlich lukrativer als der Verkauf von Geräten. Im Verhältnis am meisten verdient IBM allerdings mit seiner Software.

Die langfristigen Serviceverträge hatten "Big Blue" während der Krise vor dem Abrutschen bewahrt. Weil gleichzeitig tausende Stellen weggefallen waren, und IBM auch an anderer Stelle zum Rotstift gegriffen hatte, steigt der Gewinn kontinuierlich. Im Gesamtjahr erwartet IBM nun ein Ergebnis je Aktie von mindestens 11,40 Dollar. Bislang waren es 11,25 Dollar gewesen. Im Krisenjahr 2009 hatte der Konzern immerhin 10,01 Dollar je Aktie erreicht.

Das Unternehmen gilt wegen seiner breiten Angebotspalette als wichtiger Gradmesser für die gesamte IT-Branche und darüber hinaus. Hardware verkauft IBM allerdings nur noch vergleichsweise wenig. Die "klassische" PC-Sparte, die das Unternehmen einst groß machte, ist schon lange nach China verkauft. (apa/rnf)

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