Raiffeisen Informatik legt heuer um zehn Prozent zu Detail - Computerwelt

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09.12.2010 apa

Raiffeisen Informatik legt heuer um zehn Prozent zu

Der heimische IT-Anbieter Raiffeisen Informatik erwartet für 2010 ein Umsatzplus von rund zehn Prozent auf 1,3 Mrd. Euro und rechnet nächstes Jahr mit einem Zuwachs von fünf Prozent.

Der Fokus bleibt weiter auf den drei Kerngeschäften Dienstleistungen, Standardsoftware und Betrieb, das große Zukunftsthema ist Cloud Computing, so Raiffeisen-Informatik-Chef Wilfried Pruschak im Gespräch mit der APA.

Durch die Zusammenlegung von Rechenzentren sollen künftig Synergien gehoben werden, freiwerdende Ressourcen sollen für Marktaktivitäten eingesetzt werden. Für die Zukunft erwartet der Manager eine weitere Konsolidierung des Marktes. Viele große Namen seien schon verschwunden, mittlerweile gebe es nur noch vier große Player, aber auch hier könnte es noch zu einer Reduktion kommen. "Entscheidend sind Kapitalstärke, die kritische Masse und die Fokussierung, und in allen drei Punkten sind wir sehr gut aufgestellt."

"Das Jahr 2009 war noch durchwachsen, aber 2010 haben wir wieder Fahrt aufgenommen, wir sind sehr zufrieden", betonte Pruschak. Sehr bewährt habe sich die breite Internationalisierung, wodurch Probleme in einzelnen Ländern aufgrund der Wirtschaftskrise besser abgefedert werden konnten. In Deutschland sei die Wirtschaft schon sehr früh wieder angesprungen, während in Osteuropa das Bild noch etwas inhomogen sei. So sei Polen hervorragend durch die Krise getaucht, während etwa Rumänien noch immer mit dieser kämpfe. Osteuropa werde aber weiterhin der Wachstumsmotor in Europa bleiben, glaubt Pruschak. Ein Rückzug aus einem Land sei jedenfalls nicht geplant.

In Österreich sieht der IT-Profi einen erheblichen Verbesserungsbedarf beim Bildungssystem. "Der Fachkräftemangel ist da, wir müssen aufpassen, dass wir nicht ins Hintertreffen kommen", gibt er zu bedenken. Es müsse mehr Bewusstseinsbildung betrieben werden, wie spannend ein Technik-Job ist – insbesondere bei Frauen. Bei Raiffeisen Informatik sei die Frauenquote "leider gering", obwohl Pruschak sie gerne heben würde. "Wir haben mit den Kolleginnen hervorragende Erfahrungen gemacht, sie sind sehr engagiert und sehr strukturiert", streute Pruschak Rosen.

Ein großes Problem sieht er in der Spamflut – mittlerweile sei rund jedes zweite Mail Spam, wodurch die Infrastruktur doppelt so teuer ist als sie sein müsste. Raiffeisen Informatik ist ein Tochterunternehmen der Raiffeisen Zentralbank sowie der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und beschäftigt rund 2.800 Mitarbeiter an 27 Standorten. (apa)

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