Siemens Österreich: Ablösung von IT geht weiter Detail - Computerwelt

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19.12.2010 apa

Siemens Österreich: Ablösung von IT geht weiter

Der Industrie- und Technologiekonzern Siemens Österreich AG hat das abgelaufen Geschäftsjahr 2009/10 (per Ende September) mit deutlich weniger Umsatz, aber mehr Gewinn abgeschlossen.

Der Umsatz sank um 18 Prozent auf 2,44 Mrd. Euro, der Bilanzgewinn hat sich fast versechsfacht und lag bei 572 Mio. Euro. Verantwortlich dafür ist das gute Beteiligungsergebnis, das von 144 auf 617 Mio. Euro stieg, so der Vorstand bei der Bilanzpressekonferenz in Wien. Zum Verkauf der IT-Dienstleistungssparte SIS an den französischen Dienstleister Atos Origin wollte Siemens-Österreich-Neochef Wolfgang Hesoun wenig sagen. Aus seiner Sicht werde der Eigentümerwechsel keine unmittelbaren Auswirkungen auf die SIS in Österreich haben, das ausgegliederte Unternehmen sei "gut aufgestellt". Insgesamt rund 1.500 SIS-Mitarbeiter in Österreich gehen nun von Siemens zum neuen Eigentümer, weitere 3.000 sind es in den von Wien aus verantworteten CEE-Ländern. Ihre Zukunft ist ungewiss: Über 1.700 Jobs der weltweit 35.000 Stellen bei der SIS sollen wegfallen, hieß es bereits.

Bei Siemens Österreich bleiben vorerst über 600 IT-Mitarbeiter im Bereich Kommunikation und Medien-Technologie (CMT). Aber auch von diesen wird sich der Konzern trennen, durch Verkauf oder Management-Buy-Out, hieß es heute. Siemens will sich auf die drei Kern-Geschäftsfelder Industrie, Health Care und Energie konzentrieren. Die IT-Bereiche werden ausgegliedert und verkauft. Die Ausgliederung der SIS, verbunden mit Mitarbeiterabbau, sei "schwierig" gewesen, hieß es.

In Österreich entfällt der Siemens-Umsatz zur Hälfte auf Industrie, wo auch Mobilität dazugerechnet wird. Um die dritte Tranche des Railjet-Auftrags der ÖBB mit einem Auftragsvolumen von rund 200 Mio. Euro werde noch weiter gerungen, möglicherweise werde die Bahn doch, aber später die schnellen Züge ordern, zeigte sich Hesoun heute optimistisch. Die ÖBB hatten erklärt, sie könnten sich den Kauf derzeit nicht leisten. Auf der Brennerstrecke nicht gebrauchte Railjets könnten auf der Südbahnstrecke eingesetzt werden. Positiv vermerkte Hesoun heute einen Auftrag der Russischen Eisenbahngesellschaft RZD über 200 Schlafwagen, die im Headquarter für Metros und Reisezüge in Wien montiert werden. Die Entwicklung und Montage der Fahrwerke für den Einsatz dieser Schlafwagen auf westeuropäischen Schienennetzen erfolgt im Kompetenzzentrum für Fahrwerke in Graz. (apa)

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