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12.03.2009 Rudolf Felser

Keine Kündigungen bei Orange

Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds will Orange-CEO Michael Krammer auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

Orange ist mit den geschäftlichen Entwicklungen von 2008 sehr zufrieden und will auf Kündigungen verzichten. "Das vergangene Jahr hat uns auf lange Sicht substanziell nach vorne gebracht. Wir blicken nicht nur auf den erfolgreichen Markenwechsel zurück, sondern auch auf das ertragreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte", freut sich Orange-CEO Michael Krammer über die jetzt veröffentlichten Zahlen des Mobilfunkbetreibers. Die Zahl der Kunden ist von Ende 2007 auf Ende 2008 um 6,4 Prozent auf 2,054 Millionen gestiegen. Im wichtigen Vertragskundenbereich erhöhte sich die Zahl der Kunden Orange zufolge sogar um zehn Prozent.

UMSATZ BELASTET Regulierungsmaßnahmen und Verkaufsaktionen wie eine sechsmonatige Grundgebührenbefreiung für neue "Hallo Europa"-Kunden hätten den Umsatz allerdings etwas belastet. Die Erlöse sanken dadurch von 624 auf 592 Mio. Euro. Krammer sieht dies aber als Investition in die Zukunft: "Wir haben die soliden Ergebnisse genutzt, kurzfristig Umsatzrückgänge in Kauf genommen und so eine Reihe neuer, zufriedener Kunden dazugewonnen. Damit fördern wir das Wachstum heuer und in den Folgejahren."

Trotz der Aufwendungen für den Markenwechsel und für verschiedene Verkaufsaktionen hat Orange 2008 mit 15,5 Mio. Euro (2007: 4,2 Mio. Euro) den höchsten Nettogewinn in der Firmengeschichte erzielt – und war damit nach eigener Aussage "im vergangenen Jahr das erfolgreichste Telekommunikationsunternehmen in Österreich". "Zehn Jahre nach dem Start des Unternehmens haben wir jetzt endgültig die kritische Schwelle überschritten und die nachhaltige Gewinnzone erreicht", so Krammer. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist auf Grund der Einmalaufwendungen für den Markenwechsel von 180 auf 167 Mio. Euro zurückgegangen. Auf vergleichbarer Basis stiege das EBITDA um knapp vier Prozent auf 187 Mio. Euro an.

KEINE KÜNDIGUNGEN Krammer bekräftigt im Zuge dessen seine Zusage, trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds 2009 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. "Wir halten unseren Mitarbeitern den Rücken frei, damit sie sich voll auf die Kunden, auf Service und auf neue, nützliche und einfache Lösungen konzentrieren können. Damit wollen wir unsere Nr.1-Position im Kundenservice nachhaltig sichern", betont Krammer.

Die Leistung der Orange Mitarbeiter belegen auch die Untersuchungen: Die Wahrscheinlichkeit, bei Orange länger als drei Minuten in der Hotline zu warten, liegt bei nur zwei Prozent, zeigt eine von Kreutzer, Fischer & Partner durchgeführte Studie. Bereits drei von vier Österreichern würden laut Integral-Umfrage Orange weiterempfehlen. Damit hat Orange in wenigen Monaten den Sprung an die Spitze der Beliebtheit geschafft. Auch in der gestützten Werbebekanntheit liegt die neue Mobilfunkmarke mit mehr als 70 Prozent mittlerweile an vorderster Stelle.

FREQUENZEN FÜR MOBILFUNK Krammer spricht sich auch für eine europaweite Regelung aus, die jene Frequenzen, die durch die Umstellung von analogem auf digitales TV freigeworden sind, dem Mobilfunk zuordnet. "Die Freigabe der 'Digitalen Dividende' für den Mobilfunk würde den flächendeckenden Breitbandausbau in Österreich massiv beschleunigen und damit den ländlichen Raum und letztlich den Wirtschaftsstandort Österreich insgesamt deutlich stärken." Die von der EU verfolgte Regulierung der Roamingpreise sieht er skeptisch: "Das wäre weit sinnvoller als noch einmal eine Endkundenpreisregulierung beim Roaming. Die würde nur einigen wenigen nützen und Innovation, Investitionen und Wachstum gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten massiv hemmen." (rnf)

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