IBM will mit Sun den Markt neu ordnen Detail - Computerwelt

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25.03.2009 Christof Baumgartner/idg

IBM will mit Sun den Markt neu ordnen

IBM will den Server-Hersteller Sun Microsystems schlucken und bietet dafür mindestens 6,5 Milliarden Dollar.

Mitten in der Rezession deutet sich in der Computerbranche nach einer langen Durststrecke wieder eine Milliarden-Übernahme an. IBM will den Server-Hersteller Sun Microsystems schlucken und bietet laut Medienberichten dafür mindestens 6,5 Milliarden Dollar. Die Börse wettete bereits darauf, dass der Mega-Deal zustande kommt: Sun-Papiere schossen in New York und Frankfurt um 65 Prozent in die Höhe. Was verspricht sich IBM von dem Geschäft? Wie würde der weltweit zweitgrößte IT-Konzern hinter Hewlett-Packard (HP) mit den starken Überschneidungen im Produktportfolio umgehen und welche Auswirkungen hätte eine Fusion der Hardwareriesen auf den Server-Markt und die Kunden? Das Beratungshaus Experton Group kommt in ihrer ersten Analyse zu dem Schluss, dass der Server-Markt weitgehend neu geordnet und eine weitere Konsolidierung im Software- und Storage-Markt folgen würde. Der Einfluss der Akquisition auf den gesamten Server-Markt und insbesondere auf das Unix-Segment wäre extrem und würde zu einer weitgehenden Neuordnung führen. Die IBM-Sun-Fraktion würde auf jeden Fall gestärkt und wäre gerade im Highend absolut führend. HP würde in diesem Segment deutlich geschwächt, die angekündigte vertiefte Partnerschaft mit Sun wäre wohl obsolet und HP würde sich primär auf das jetzt schon sehr erfolgreiche x86- und IA64-Geschäft konzentrieren. Der große Verlierer einer Fusion von IBM und Sun wäre laut den Experten Fujitsu (inklusive FSC), da Sun aus strategischer und technischer Sicht optimal zu Fujitsu gepasst hätte. Die schon bestehende Technologiepartnerschaft zwischen Fujitsu und Sun (Prozessoren, Betriebssystem) hätte weiter ausgebaut werden können und auch die regionale Ausweitung auf die USA hätte perfekt gepasst.

MICROSOFT BEZWEIFELT SINNHAFTIGKEIT Microsoft-Chef Steve Ballmer zweifelt den Sinn des Megadeals aus Sicht von IBM an. Sun besitze ein komplexes Portfolio an Hardware- und Softwareprodukten, das sich an vielen Stellen mit den Angeboten von IBM überschneide. Gleichzeitig sieht er den Deal auch als Chance für sein eigenes Unternehmen. Bis IBM den Zukauf von Sun inklusive der starken Überlappungen in etlichen Produktkategorien verdaut habe, würden mindestens ein oder zwei Jahre vergehen. Diese Zeit werde Microsoft nutzen. Laut dem Wall Street Journal habe Sun in den vergangenen Monaten bereits verschiedene andere Unternehmen in der Hoffnung auf eine mögliche Übernahme angesprochen. HP habe dieses Ansinnen jedoch abgelehnt, so die Zeitung.

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