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25.03.2009 Christof Baumgartner

Orange verzichtet vorerst auf Kündigungen

Der heimische Mobilfunker konnte 2008 den Gewinn steigern, während der Umsatz sank.

Der Mobilfunker Orange hat sein erstes vollständiges Geschäftsjahr seit dem Markenwechsel von One im September 2008 abgeschlossen und zeigt sich mit den Ergebnissen so zufrieden, dass man trotz Krise auf Kündigungen verzichten will. »Wir halten unseren Mitarbeitern den Rücken frei«, sagte Unternehmenschef Michael Krammer. Mit 15,5 Mio. Euro konnte Orange 2008 den »höchsten Nettogewinn in der Firmengeschichte« erzielen. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging aufgrund der Einmalaufwendungen für den Markenwechsel von 180 auf 167 Mio. Euro zurück, der Umsatz sank von 624 auf 592 Mio. Euro. Dies sei laut Krammer zum Großteil auf Regulierungsmaßnahmen der EU, die sich 2008 mit rund 30 Mio. Euro auswirkten, zurückzuführen. Die Zahl der Kunden ist von Ende 2007 auf Ende 2008 um 6,4 Prozent auf 2,054 Millionen gestiegen, im Vertragskundenbereich erhöhte sich die Zahl der Kunden um zehn Prozent. Die Diskont-Tochter Yesss! habe ebenfalls zum Gewinn beigetragen und sei mit 600.000 Kunden weiterhin größter Diskont-Anbieter Europas.

Für 2009 hat sich der Mobilfunker eine stabile Profitablität und Umsatzentwicklung über dem Gesamtmarkt vorgenommen. Zulegen will Orange auch bei Geschäftskunden, vor allem bei »KMU mit hoher Mobilität«. Große Wachstumsraten verspreche vor allem das mobile Internet. Laut Krammer werde 2009 der Gesamtmarkt um 300.000 bis 350.000 Nutzer wachsen. Krammer forderte deshalb erneut eine europaweite Regulierung, die jene Frequenzen, die durch die Umstellung von analogem auf digitales TV freigeworden sind, dem Mobilfunk zuordnet. Die Freigabe der so genannten »Digitalen Dividende« würde den flächendeckenden Breitbandausbau beschleunigen. Der Staat solle die Firmen zum flächendeckenden Ausbau verpflichten. »Einer baut aus, die anderen roamen drauf«, so Krammers Vorstellung. Wenn sich die EU weiterhin nur um »wachstumshemmende« Endkundenpreisregulierung und einheitliche Stecker kümmere, drohe Europa, den Anschluss beim Mobilfunk zu verlieren.

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