Kurzarbeit und Stellenabbau bei Brain Force Detail - Computerwelt

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30.03.2009 apa/Rudolf Felser

Kurzarbeit und Stellenabbau bei Brain Force

Aufgrund des sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfeldes wird das zur Cross Industries-Gruppe zählende Unternehmen Kurzarbeit einführen.

Der börsenotierte IT-Dienstleister Brain Force stellt sich auf ein sehr schwieriges Geschäftsjahr 2009 ein. Aufgrund des sich verschlechternden wirtschaftlichen Umfeldes wird das zur Cross Industries-Gruppe zählende Unternehmen im zweiten Quartal Kurzarbeit einführen. Auch zu einem Mitarbeiterabbau wird es kommen, sagte Brain Force-Chef Günter Pridt beim Bilanzpressegespräch in Wien. Im Geschäftsjahr 2008 konnte des Unternehmen operativ wieder schwarze Zahlen schreiben.

"Wir müssen jetzt was tun, ich scheue mich nicht, diese Maßnahmen auch anzusprechen", sagte Pridt. Von der Kurzarbeit werden rund 40 der rund 1.150 Mitarbeiter betroffen sein. Vom Stellenabbau werden je nach wirtschaftlicher Entwicklung 3 bis 15 Prozent der Belegschaft betroffen sein. Nach einem Rekord-Auftragsstand per Jahresende 2008 sei es im ersten Quartal 2009 zu deutlich merkbaren Rückgängen gekommen.

Pridt und Finanzchef Thomas Melzer gehen für das Gesamtjahr 2009 deshalb von Umsatzrückgängen "in allen Gesellschaften" aus. Ziel sei ein positives operatives Ergebnis. Auch für 2010 erwartet Pridt kein wesentliches organisches Wachstum. Brain Force sei aber gut aufgestellt und habe keinen Finanzierungsengpass.

VORSICHT BEI ZUKÄUFEN Neben Österreich ist Brain Force hauptsächlich in Deutschland, den Niederlanden und Italien tätig, Standorte gibt es auch in Zürich, Prag und Bratislava. Wo es geht, solle "Fett" abgebaut, die Kundennähe aber erhalten werden, sagte Pridt. Firmenzukäufe werde es nur geben, wenn es dem Unternehmen unmittelbar was bringt. "Im Mittelpunkt steht heuer die Erhaltung der Innenfinanzierungskraft, cash is king", sagte Melzer. Deshalb werde für 2008 auch keine Dividendenausschüttung vorgeschlagen.

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 stand beim IT-Dienstleister ganz im Zeichen der Konsolidierung, nachdem es 2007 tief in die Verlustzone gerutscht war. Das Geschäftsmodell wurde auf die beiden Beine "Business Solutions" und "Infrastructure Optimization" gestellt und soll nun in allen Tochtergesellschaften umgesetzt werden. "Brain Force braucht ein Gesicht", meinte Melzer. Mittelfristig sei auch eine Expansion in Richtung Osteuropa eine Option.

Der Umsatz konnte 2008 um 8 Prozent auf 106,2 (2007: 98,3) Mio. Euro gesteigert werden. Das Betriebsergebnis (Ebit) lag bei 3,83 (-16,7) Mio. Euro, das Vorsteuerergebnis bei 2,38 (-17,9) Mio. Euro. Trotzdem musste ein Konzernverlust von -2,1 (-19,9) Mio. Euro ausgewiesen werden.

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