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15.04.2009 apa/Rudolf Felser

Intel bleibt trotz Gewinneinbruch zuversichtlich

Trotz eines Gewinn- und Umsatzeinbruchs schnitt der US-Konzern nicht so schlecht ab wie von Experten befürchtet.

Die Wirtschaftsflaute hat dem Chiphersteller Intel auch zu Jahresbeginn das Geschäft vermiest. Trotz eines Gewinn- und Umsatzeinbruchs schnitt der US-Konzern aber nicht so schlecht ab wie von Experten befürchtet. Der Branchenprimus sieht zudem eine Trendwende in der Absatzkrise auf dem PC-Markt.

Der Überschuss von Intel stürzte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 647 Mio. Dollar ab. Der Umsatz fiel um mehr als ein Viertel auf 7,1 Mrd. Dollar (5,4 Mrd. Euro), wie der Konzern nach US-Börsenschluss am Sitz im kalifornischen Santa Clara mitteilte. Etwa auf dieser Höhe sollen die Erlöse laut den Planungen von Intel auch im laufenden Quartal liegen.

Intel gilt als wichtiger Indikator für die Technologiebranche und wegen des wachsenden Einsatzes von Chips in fast allen Bereichen auch für die Wirtschaft insgesamt. In einer ersten nachbörslichen Reaktion kam die Intel-Aktie deutlich unter Druck. Als möglichen Grund nannten Händler die weiter unter Druck stehenden Gewinnmargen des Chipbauers und den nur vagen Ausblick zum künftigen Geschäft.

OTELLINI LEICHT ZUVERSICHTLICH Konzernchef Paul Otellini zeigte sich verhalten zuversichtlich: "Wir glauben, dass die PC-Verkäufe im ersten Quartal einen Boden gefunden haben und die Branche zu normalen Saisonverläufen zurückkehrt." Der Chip-Riese hatte wegen der Konjunkturtalfahrt bereits zu Jahresende 2008 herbe Einbrüche erlitten und massive Einsparungen gestartet. Mehrere Fabriken werden geschlossen und bis zu 6.000 Jobs gestrichen.

Der Branchenverband SIA rechnete zuletzt mit mehreren schwachen Quartalen für die Chip-Hersteller. Die Branche zählt zu den mit am schlimmsten von der Flaute getroffenen Wirtschaftszweigen, weil sie etwa großer Zulieferer der schwächelnden Autoindustrie ist.

Der größte deutsche Chipkonzern Infineon erwartet bei seinen Quartalsergebnissen einen Umsatzeinbruch und roten Zahlen. Der ewige Intel-Rivale AMD holte in der Krise arabische Investoren an Bord und gliedert seine Werke aus. Der US-Konzern legt seine Ergebnisse am Dienstag nächster Woche vor.

Intel dominiert besonders den Markt für PC-Prozessoren. In vier von fünf Rechnern weltweit steckt heute ein Intel-Herz. Am gesamten Halbleiter-Markt hielt der Chipbauer 2008 laut den Branchenexperten von Gartner eine Anteil von gut 13 Prozent. Der Zweitplatzierte Samsung aus Südkorea kam auf die Hälfte. (apa)

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