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07.05.2009 apa

Milliardenverlust für Deutsche Telekom

Der Konzernverlust im ersten Quartal summiert sich auf 1,1 Mrd. Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 0,9 Mrd. Euro Gewinn.

Schleppende Geschäfte in einigen Auslandsmärkten haben der Deutschen Telekom im ersten Quartal einen Nettoverlust eingebracht. Insbesondere das Mobilfunkgeschäft in Großbritannien bereitet dem Bonner Konzern Ärger: auf seinen Wert muss er 1,8 Mrd. Euro abschreiben. Unter dem Strich summiert sich der Konzernverlust auf 1,1 Mrd. Euro nach einem Gewinn von 0,9 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum, wie die Telekom mitteilte.

Die Telekom hatte bereits vor gut zwei Wochen einige vorläufige Zahlen veröffentlicht und zugleich überraschend ihre Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Für die Korrektur machte der Konzern die starke Konjunkturabkühlung und einen verschärften Wettbewerb insbesondere in den USA, in Großbritannien und Polen verantwortlich. In den beiden letzteren Märkten belasteten zudem schwache Währungen. Das Festnetzgeschäft im In- und Ausland, der Mobilfunk am Heimatmarkt und den meisten Ländern Europas sowie die Geschäftskundensparte T-Systems hätten sich im ersten Quartal jedoch entsprechend den Erwartungen oder darüber entwickelt.

Der Vorstand geht nun davon aus, dass das bereinigte Konzern-Ebitda 2009 zwei bis vier Prozent unter dem Vorjahreswert von 19,5 Mrd. Euro liegen wird. Das Ziel soll mit Sparmaßnahmen abgesichert werden. Der Free Cash Flow soll mit 6,4 Mrd. Euro ebenfalls unter den im Vorjahr erreichten sieben Mrd. Euro bleiben. Hinzugerechnet wird jedoch der Beitrag des griechischen Telekommunikationskonzerns OTE, an dem sich die Telekom 2008 beteiligte, und den sie 2009 für elf Monate konsolidiert. OTE trage im laufenden Jahr zum bereinigten Konzern-Ebitda rund zwei Mrd. Euro, zum Free Cash Flow rund 0,6 Mrd. Euro bei.

OTE eingerechnet stieg der Umsatz der Telekom in den ersten drei Monaten um 6,2 Prozent auf 15,9 Mrd. Euro, ansonsten wäre er stabil geblieben. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte mit OTE um 2,7 Prozent auf 4,8 Mrd. Euro, ohne ging es jedoch um 4,8 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro zurück. Um das Ergebnis zu verbessern, arbeitet die Telekom seit 2006 an einem Sparprogramm, das bisher brutto 4,4 Mrd. Euro brachte. (apa)

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