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13.05.2009 apa/Rudolf Felser

Gewinn- und Umsatzeinbruch bei Telekom Austria

Der Nettoüberschuss sank gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 34,2 Prozent, der Gewinn je Aktie sank auf 0,19 Euro.

Die Telekom Austria musste im ersten Quartal 2009 wie erwartet einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Nettoüberschuss sank gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 34,2 Prozent auf 85,3 Mio. Euro, der Gewinn je Aktie sank im gleichen Ausmaß von 0,29 auf 0,19 Euro. Der Umsatz ging um fünf Prozent auf 1,197 Mrd. Euro zurück, wie das Unternehmen mitteilte.

Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gab es einen Rückgang um 6,4 Prozent auf 454,8 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis war mit 180,1 Mio. Euro um 11,0 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum 2008.

"Der Umsatzrückgang war im 1. Quartal 2009 hauptsächlich durch geringere Erlöse im Festnetz aufgrund niedrigerer Wholesale-Erlöse und dem Verkauf von Tochterunternehmen bedingt", erläuterte TA-Vorstandschef Hannes Ametsreiter. Für das laufende Jahr rechne man mit einem leicht schwächeren Umsatz als ursprünglich erwartet, andererseits werde man auch die Kosten entsprechend reduzieren. "Wir bekräftigen weiterhin die Dividendenuntergrenze von 75 Cent je Aktie" für die Jahre 2009 bis 2012, sagte Ametsreiter laut Mitteilung.

Obwohl der Festnetz-Umsatz durch ein geringeres Sprachvolumen und den Verkauf der Festnetz-Töchter in Tschechien, der Slowakei und Polen zurückging, gab es im Segment Festnetz einen leichten Anstieg des EBITDA. In der TA-Gruppe ging das EBITDA um 6,4 Prozent zurück, vor allem durch den Verkauf von Anlagen im 1. Quartal 2008 in Bulgarien, das Auslaufen der nationalen Roaming-Vereinbarung in Kroatien sowie negative Währungseffekte - vor allem aufgrund des weißrussischen Rubel.

NETTOVERSCHULDUNG GESUNKEN Die gesamten Anlagenzugänge verringerten sich aufgrund einer Reduktion der Zugänge in beiden Segmenten von 159,6 Mio. Euro auf 116,0 Mio. Euro. Die Nettoverschuldung sank als Folge der Free-Cash-Flow-Generierung im Vergleich zum Jahresende 2008 um 2,9 Prozent auf 3.877,8 Mio. Euro per Ende März 2009. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA (der letzten 12 Monate) exklusive der Rückstellung für das Restrukturierungsprogramm im 4. Quartal 2008 betrug 2,1x.

Ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2009 - auf Basis konstanter Währung - hat die TA heute im Wesentlichen bestätigt. Man rechnet aber mit leicht schwächeren Umsatzerlösen als ursprünglich erwartet, weil der Umsatz im Festnetz und die Zusammenschaltungsgebühren im Mobilfunk zurückgehen dürften. Weil man auch die Kosten entsprechend senken werde, bleibt der Ausblick für das EBITDA unverändert bei rund 1,9 Mrd. Euro. Die Anlagenzugänge sollen heuer rund 800 Mio. Euro betragen, woraus ein operativer Free-Cash-Flow (EBITDA abzüglich Anlagenzugänge) von rund 1,1 Mrd. Euro resultiert.

Die Dividenden-Ausschüttungsquote bleibt unverändert bei 65 Prozent des Nettoüberschusses und die Dividendenuntergrenze bei 75 Cent je Aktie.

IM MOBILFUNK MEHR KUNDEN Mit Stichtag 31. März hatte die TA-Gruppe insgesamt 17,9 Millionen Mobilfunk-Kunden, um 13 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dennoch ging der Mobilfunk-Umsatz um 0,8 Prozent auf 790,3 Mio. Euro zurück. Schuld daran seien einerseits geringere Roaming-Erlöse, hauptsächlich durch das Auslaufen des nationalen Roaming-Abkommens mit einem Mitbewerber in Kroatien, erklärte die TA zu ihrem Quartalsbericht. Zudem habe man alleine durch die Abwertung des weißrussischen Rubel 12,6 Mio. Euro verloren.

Das EBITDA verringerte sich im Segment Mobilfunk um 8,1 Prozent auf 306,3 Mio. Euro im 1. Quartal 2009, vor allem aufgrund geringerer Beiträge aus Österreich, Bulgarien und Kroatien. Die Verluste im Zusammenhang mit der Aufnahme der operativen Tätigkeit in Serbien und Mazedonien reduzierten sich von 19 Mio. Euro im ersten Quartal 2008 auf 11,1 Mio. Euro im ersten Quartal 2009. Das Betriebsergebnis sank auf 144,1 Mio. Euro (nach 176,9 Mio. Euro).

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