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02.06.2009 apa/Rudolf Felser

Dell wagt nach Gewinneinbruch keine Prognose

Der Gewinn brach im ersten Geschäftsquartal um 60 Prozent ein. Wegen des schwierigen Umfelds wagte Dell keinen konkreten Ausblick.

Der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller Dell bekommt wie schon Branchenprimus Hewlett-Packard die sinkende Nachfrage nach Computern immer stärker zu spüren. Der Gewinn brach im ersten Geschäftsquartal um mehr als 60 Prozent ein. Wegen des "schwierigen Umfelds" wagte Dell keinen konkreten Ausblick für 2009. Die Talsohle am PC-Markt sei noch nicht erreicht, erklärte der Konzern. Das Unternehmen aus dem texanischen Round Rock hofft jedoch auf eine Belebung im kommenden Jahr.

Die weltweite Zurückhaltung bei Technologieausgaben infolge der Rezession führte allerdings nicht zu einem so starken Gewinneinbruch wie von Analysten befürchtet. Pro Aktie erwirtschaftete Dell vor Sonderposten mit 24 Cent einen Cent mehr als von Analysten erwartet. Der Gewinn fiel um 63 Prozent auf 290 Mio. Dollar (206 Mio. Euro). Der Umsatz sank in dem Quartal bis zum 1. Mai um rund ein Viertel auf 12,3 Mrd. Dollar. Hier hatten die Experten mit besseren Zahlen gerechnet.

Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise verzichtete Dell auf eine Prognose für 2009. Die Lage bleibe schwierig, sagte Konzernchef Michael Dell. In den PC-Markt sei noch nicht genügend Schwung zurückgekehrt. Der Konzern setze seine Hoffnungen auf 2010. Unternehmen dürften im kommenden Jahr ihre Rechnersysteme auf den neuesten Stand bringen, da Intel einen neuen Speicherchip und der Softwareriese Microsoft das neue Betriebssystem Windows 7 auf den Markt brächten. "Wir bereiten uns auf einen gewaltigen Austausch-Zyklus vor", sagte Dell.

Der weltweite PC-Absatz war nach Daten der Marktforschungsfirma Gartner im ersten Quartal um 6,5 Prozent auf 67,2 Mio. Rechner geschrumpft. Besonders betroffen von der Entwicklung war Dell, vor allem wegen seiner starken Abhängigkeit von Firmenkunden und der Schwäche auf seinem US-Heimatmarkt.

Rivale Hewlett-Packard stemmt sich indes mit dem Abbau Tausender Stellen gegen die Krise. Nach einem Gewinn- und Umsatzrückgang im abgelaufenen Quartal stellt sich der Konzern ebenfalls auf eine anhaltende Durststrecke ein und schraubte seinen Umsatzerwartung in der vergangenen Woche herunter. (apa)

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