Sony Ericsson sieht Erholung am Handymarkt Detail - Computerwelt

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03.06.2009 apa/Rudolf Felser

Sony Ericsson sieht Erholung am Handymarkt

Es sei schwer zu sagen, wann die Talsohle definitiv erreicht ist, aber er könne den Trend sehen, sagte der Chef des Unternehmens, Hideki Komiyama.

Der weltweit viertgrößte Handy-Hersteller Sony Ericsson sieht erste Hoffnungsschimmer für die schwächelnde Branche. "Es ist schwer zu sagen, wann die Talsohle definitiv erreicht ist, aber ich kann den Trend sehen", sagte der Chef des japanisch-schwedischen Gemeinschaftsunternehmens, Hideki Komiyama, vor Agenturjournalisten.

Es gebe aber Anzeichen einer Besserung. Eine Erholung auf dem Mobilfunkmarkt dürfte etwa Mitte des dritten Quartals oder im vierten Quartal einsetzen. Die Lagerbestände seien verringert worden. Außerdem gebe es Hinweise darauf, dass die Produktion wieder erhöht werden müsse. In diesem Jahr werde der Mobilfunkmarkt aber wahrscheinlich noch um rund zehn Prozent schrumpfen.

Es sei zudem schwierig vorherzusagen, ob das Unternehmen weitere Gelder benötige, fügte Komiyama hinzu. Derzeit sei der Handyhersteller gut ausgestattet. Die Muttergesellschaften Sony und Ericsson hatten bereits signalisiert, dass sie bereit seien, bei Bedarf dem Unternehmen finanziell unter die Arme zu greifen. Sony rechnet damit, dass dem Joint-Venture hundert Mio. Euro fehlen könnten.

Nach einem hohen Quartalsverlust hatte Sony Ericsson seinen Sparkurs verschärft. Um wieder in die Gewinnzone zurückzukehren, will das Unternehmen in diesem Jahr weitere 2.000 Jobs und damit jede fünfte Stelle streichen. Der Vorsteuerverlust des Handybauers belief sich im ersten Quartal auf 370 Mio. Euro. Auch Rivale Nokia hatte einen Vorsteuerverlust vermeldet, den ersten in der Geschichte des erfolgsverwöhnten finnischen Branchenführers. Sony Ericsson verkaufte im ersten Quartal mit 14,5 Mio. Handys 40 Prozent weniger als im vierten Quartal 2008. Der Marktanteil ging im Vergleich zum Vorjahr von acht auf sechs Prozent zurück.

Sony Ericsson hat bisher vor allem auf mittelteure Handys mit hochwertigen Kameras und eingebauten Musik-Playern gesetzt. Zuletzt erfuhr dieses Segment aber einen massiven Einbruch, weil viele Netzbetreiber eher hochpreisigere Geräte subventionierten. Hinzu kommt, dass die Verbraucher inmitten der Konjunkturflaute ihr Geld beisammen halten und die Einzelhändler ihre Lager räumen, bevor sie neue Geräte bestellen. (apa)

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