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24.06.2009 Rudolf Felser

Nokia und Intel wollen zusammen den Mobil-Markt aufmischen

Chipgigant Intel und Handy-Riese Nokia haben sich zusammengetan, um neue Arten von mobilen Geräten und Chipset-Architekturen zu entwickeln.

Chipgigant Intel und Handy-Riese Nokia haben sich zusammengetan, um neue Arten von mobilen Geräten und Chipset-Architekturen zu entwickeln. Gemeinsam wollen die Unternehmen eine neue mobile Plattform ins Leben rufen sowie an verschiedenen Open-Source-Projekten arbeiten. Die Intensivierung der Beziehungen zu Nokia helfen Intel, einen Fuß in den Markt für kleine Mobilgeräte zu bekommen – der aktuell von Mitbewerber Arm dominiert wird. Chips von Arm tun ihren Dienst in den meisten Mobiltelefonen rund um den Globus, darunter auch Apples iPhone, das auf Arms Cortex A8-Architektur aufbaut. Nokia setzt ebenfalls Arm-Chips ein.

Während Intel führend bei Mikroprozessoren für Desktop- und Laptop-Computer ist – mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent in diesem Segment – tut sich das Unternehmen bei kleineren Formfaktoren schwer. Zwar wurde vor knapp zwei Jahren mit dem kleineren und effizienteren Atom-Prozessor, der sich in Netbooks großer Beliebtheit erfreut, ein Kandidat vorgestellt, jedoch sind und waren diese Chips immer noch zu stromhungrig für kleinere Geräte wie Beispielsweise MIDs (Mobile Internet Device) bzw. Smartphones.

Die beiden Unternehmen hätten bereits zuvor zusammengearbeitet, etwa bei mobilem Breitband oder digitalem Content, aber es gäbe noch Raum die Beziehungen zu vertiefen, sagten Manager von Intel und Nokia unisono bei einer Telefonkonferenz im Zuge der Ankündigung ihrer Partnerschaft. Man wolle gemeinsam forschen um neue Geräte mit Intel-Chips zu entwickeln, die quasi den Markt neu aufrolle. Diese Geräte sollen klein und handlich sein und so neue Usergruppen abseits der Anwender von Netbooks und MIDs ansprechen, sagte Anand Chandrasekher, Senior Vice President und General Manager von Intels Ultra Mobility Group.

GEHEIMNISKRÄMER Viel mehr war aus den Managern aber nicht herauszuholen, was konkrete Produkte angeht hielten sich die Intel- und Nokia-Mitarbeiter bedeckt und vage. Einzig, dass sie die Welten des "Computing" und der "Mobilität" in handlichen Geräten vereinen, sowie dass diese Geräte dem Anwender ein "reiches Computing-Erlebnis" mittels des Zugangs zu dem Internet und Software-basierenden Diensten eröffnen sollen, wurde noch orakelt. "Wir reden über Produkte wenn wir bereit sind, über Produkte zu reden. Das gehört nicht zur heutigen Diskussion", blieb Chandrasekher verschlossen. Auch eine Vorhersage, wann denn mit entsprechenden Produkten zu rechnen sei, wurde nicht abgegeben.

Zum jetzigen Zeitpunkt bedeutet die Übereinkunft der beiden "Big-Player" lediglich, dass sie gemeinsam an Chips und Architekturen arbeiten wollen, aus denen dann Geräte "geformt" werden können. Intel bringt seine Expertise im Chip-Design in die Partnerschaft ein, Nokia steuert sein Know-how beim Design mobiler Geräte bei. Weiters wollen Intel und Nokia zusammen an dem Open-Source-Linux-Projekt Moblin arbeiten und Software beisteuern. Das Moblin-Projekt läuft unter dem Dach der Linux Foundation und bietet bereits jetzt, in einer sehr frühen Phase, eine interessante Alternative zu anderen Betriebssystemen für Netbooks und ähnliche Geräte. Besonders die auf Mobilität ausgelegte Nutzeroberfläche zeigt sehr gute Ansätze – wenn auch noch viele größere und kleinere Fehler und Probleme auszubügeln sind. Intel gehört schon bisher zu den größten Unterstützern der Moblin-Entwicklung.

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