Microsoft: Massiver Gewinneinbruch Detail - Computerwelt

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24.07.2009 apa/Christof Baumgartner

Microsoft: Massiver Gewinneinbruch

Microsoft setzt auf Hoffnungsträger Windows 7.

Mit seinen Zahlen für das Ende Juni abgeschlossene vierte Geschäftsquartal verfehlte der Konzern die Erwartungen der Analysten klar. Drei Monate vor dem mit Spannung erwarteten Start des neuen Betriebssystems Windows 7 zeigten sich Anleger massiv enttäuscht. Microsoft-Titel stürzten am Donnerstagabend nachbörslich ab. "Es gibt ein paar Anzeichen, dass wir zumindest das Schlimmste hinter uns haben", sagte Finanzchef Chris Liddell. Doch trotz der möglichen Stabilisierung gab er für den Rest des Jahres keine wirkliche Entwarnung: Eine wirtschaftliche Besserung sei erst 2010 zu erwarten. Der Konzern tritt nun noch mehr auf die Kostenbremse.

HOFFNUNGSTRÄGER WINDOWS 7 Das Abschneiden von Microsoft gilt als wichtiger Gradmesser für die weitere Entwicklung der Technologiebranche, aber auch für die Wirtschaft insgesamt, weil praktisch alle Unternehmen Computer nutzen. Andere IT-Giganten wie IBM und Intel hatten zuletzt mit ihren Prognosen für vorsichtigen Optimismus gesorgt.

Deutschland ist für Microsoft nach Umsatz der drittgrößte Markt hinter den USA und Japan. Gerade wurde Großbritannien überholt. Konkrete Zahlen nennt der Konzern für einzelne Länder nicht. Große Hoffnungen setzt Microsoft nun auf sein neues Betriebssystem Windows 7, das ab 22. Oktober für Endkunden zu haben ist. Weltweit laufen etwa 90 Prozent aller Personal Computer mit einem Microsoft-System. Die derzeitige Version Windows Vista hatte enttäuscht.

GEFAHR DROHT VON GOOGLE Im gesamten Geschäftsjahr 2008/2009 (30.6.) fiel der Umsatz um drei Prozent auf 58,4 Mrd. Dollar. Der Gewinn sackte um fast 18 Prozent auf 14,6 Mrd. Dollar ab. Gefahr droht dem neuen Windows 7 vom Rivalen Google, der für nächstes Jahr ein eigenes Betriebssystem unter dem Namen Chrome OS angekündigt hat. Umgekehrt startete Microsoft mit seiner neuen Internetsuche Bing erst Anfang Juni einen neuen Angriff auf den Google-Konzern, der hier mit deutlichem Abstand Marktführer ist.

Im Kampf gegen Google verhandelt Microsoft zudem Medien zufolge noch immer mit dem Internet-Konzern Yahoo! über eine Kooperation. Eine Übernahme von Yahoo! durch Microsoft war im vergangenen Jahr spektakulär gescheitert. Microsofts Ergebnis belasteten auch Kosten für den Konzernumbau. Ganz anders das Bild beim Erzrivalen Apple. Der iPhone-und Computer-Hersteller vermeldete gerade erst ein sattes Plus bei Gewinn und Umsatz.

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