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31.07.2009 apa/Christof Baumgartner

Schwarze Zahlen für Motorola

Sparmaßnahmen zeigen Wirkung.

Der US-Handyhersteller Motorola ist nach massiven Einschnitten in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im zweiten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Überschuss von 26 Mio. Dollar (18,5 Mio. Euro), nachdem er ein Jahr zuvor noch einen Verlust von 231 Mio. Dollar verbucht und im ersten Vierteljahr ebenfalls rote Zahlen geschrieben hatte.

Trotz des Überschusses weitete Motorola sein Sparziel noch einmal um 100 Mio. Dollar aus. Nun sollen die Kosten im Gesamtjahr um 1,8 Mrd. Dollar gesenkt werden. Der Hersteller von Handys hat im ersten Halbjahr 8.000 Mitarbeiter entlassen. Obwohl Motorola mit 14,8 Millionen Stück im Quartal mehr auslieferte als erwartet, fiel der Umsatz binnen Jahresfrist um 32 Prozent auf 5,5 Mrd. Dollar. Dank des unerwarteten Gewinns legte die Aktie zu Börsenbeginn mehr als 15 Prozent zu. Die Aktien von Nokia notierten 0,5 Prozent im Plus.

ERWARTUNGEN BLEIBEN NIEDRIG "Das sieht nach einem ordentlichen Quartal aus", sagte Analyst Tavis McCourt von Morgan Keegan. "Wie die Lage wirklich ist, erfahren wir aber erst, wenn neue Modelle auf den Markt gebracht werden." Die Erwartungen an das krisengeschüttelte Unternehmen sind demnach in diesem Jahr nicht allzu hoch. Man hoffe, dass Motorola etwas Geld verdiene, seinen Umsatz stabilisiere und damit beginne, gute neue Produkte herzustellen, meinte McCourt.

Motorolas Co-Chef und Vorsitzender der Handy-Sparte, Sanjah Jha, kündigte an, Abkommen mit Mobilfunkanbietern seien auf dem Weg. Rechtzeitig zur Weihnachtssaison würden neue Modelle angeboten. Handy-Hersteller gehen oft exklusive Verträge mit Netzanbietern ein. So profitierte Sprint Nextel vom Verkauf des neuen Smartphone Pre von Palm.

Alleskönner-Geräte wie das iPhone von Apple oder der Blackberry von RIM treffen derzeit den Nerv der Kunden und machen den Herstellern traditioneller Modelle wie Motorola, Nokia oder Sony Ericsson zu schaffen. Der südkoreanische Elektronikriese Samsung Electronics profitierte dagegen im Export von einer schwachen Landeswährung und verzeichnete einen regen Absatz seiner Handys.

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