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22.05.2009 apa/Rudolf Felser

Feratel-Squeeze-out beschlossen

Feratel Media Technologies hat bei ihrer außerordentlichen Hauptversammlung den Squeeze-out der Streubesitz-Aktionäre beschlossen.

Die Feratel Media Technologies von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hat bei ihrer außerordentlichen Hauptversammlung in Innsbruck den Squeeze-out der Streubesitz-Aktionäre beschlossen, die 4,01 Euro pro Aktie bekommen sollen. Ihre Anteile sollen auf den Hauptaktionär TMB Tourismus- und Medien Beteiligungs GmbH übertragen werden. Die Kleinanleger fühlen sich "vom Sportler Schröcksnadel gefoult" und mit 4,01 Euro zu billig abgespeist - und prüfen nun eine Anfechtungsklage gegen die HV-Beschlüsse, wie Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger im Gespräch mit der APA ankündigte.

Nach Ansicht namhafter Juristen könnte eine Anfechtungsklage erfolgreich sein, weil die Vorgangsweise von Feratel zwar formal korrekt sei, aber eine Umgehung des Willens des Gesetzgebers darstelle, erklärte Rasinger als Chef des Interessenverbandes der Anleger (IVA). Der Gesetzgeber wolle nämlich den selektiven Ausschluss einzelner Aktionäre verhindern, indem er vorschreibe, dass nur ein Aktionär mit mehr als 90 Prozent der Anteile die Kleinanleger hinausdrängen könne.

Schröcksnadel habe diese Hürde genommen, indem er die Anteile von "Friends and Family von Schröcksnadel" Ende 2008 in einer Beteiligungsgesellschaft zusammengefasst habe. Dieser Beteiligungsgesellschaft gehöre auch der ehemalige Kapitalmarkt-Beauftragte der Regierung, Richard Schenz, mit einem Mini-Anteil an, erklärte Rasinger.

Für die Anfechtungsklage habe man nun einen Monat Zeit, sagte der IVA-Präsident. Man werde die Klage wahrscheinlich einbringen - einerseits, weil Schröcksnadel bei den Gesprächen über eine höhere Abfindung für die Kleinaktionäre keinerlei Entgegenkommen gezeigt habe, andererseits, weil es dabei um die Klärung einer "hochinteressanten Grundsatzfrage" gehe. "Wenn es so leicht ist, ein Gesetz zu umgehen, dann muss man es schon alleine deswegen vor Gericht bringen." Eine erfolgreiche Anfechtung bedeute aber noch nicht, dass es auch zu einem höheren Angebot für den Streubesitz kommen werde, räumte Rasinger ein.

Sauer aufgestoßen ist den Feratel-Kleinaktionären auch die Tatsache, dass das Gutachten zur Bestimmung der Abfindungshöhe von KPMG und einem Tiroler Wirtschaftsberater verfasst worden sei - diese seien schön öfter für Schröcksnadel tätig gewesen. "Es wäre besser, wenn es jemand gewesen wäre, der von Schröcksnadel völlig unabhängig ist." (apa)

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