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08.06.2009 apa/Rudolf Felser

Gewinneinbruch bei Kapsch Trafficcom

Der Mautspezialist hat im vergangenen Geschäftsjahr seinen Umsatz um acht Prozent gesteigert, der Nachsteuergewinn sank aber um 49 Prozent.

Der an der Wiener Börse notierte Mautspezialist Kapsch Trafficcom hat im vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 mit 200,3 (185,7) Mio. Euro seinen Umsatz um acht Prozent gesteigert, musste aber einen um 49 Prozent gesunkenen Nachsteuergewinn hinnehmen, teilte das Unternehmen mit. Das Management will eine Dividende von 0,50 (zuletzt 0,90) Euro pro Aktie vorschlagen und gibt sich "langfristig optimistisch". "Insbesondere wird die Teilnahme an den erwarteten Ausschreibungen bzw. Projektvergaben in Ungarn, Slowenien, Frankreich, Portugal, Südafrika und den USA das laufende Wirtschaftsjahr 2009/10 prägen", kündigte das im Prime Market notierte Unternehmen an.

Das Geschäftsfeld Road Solution Projects (RSP) habe sich wegen Projekten in der Tschechischen Republik, in Chile, Australien und Neuseeland mit einem Plus von 21 Prozent umsatzmäßig besonders gut entwickelt. Die bei weitem größte Division System Extensions, Components Sales (SEC) sei immerhin fünf Prozent gewachsen.

Wegen hohen Investitionen in die Erschließung neuer Märkte (insbesondere USA) sei das Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) um zehn Prozent auf 35,0 Mio. Euro gesunken. Das operative Ergebnis (Ebit) sank um 17 Prozent auf 29 (34,9) Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern brach um 49 Prozent auf 16,4 (32,1) Mio. Euro ein. Die Eigenkapitalquote betrug Ende März 41,4 Prozent, die liquiden Mittel lagen mit 60,2 Mio. Euro um 27 Prozent über dem Vorjahr. Der free Cash-flow dreht von zuletzt minus 14,8 Mio. Euro auf 19,9 Mio. Euro in den positiven Bereich (Ende März 2009).

HOFFNUNG AUF US-MARKT Der Mautspezialist lässt sich von der Wirtschaftskrise nicht nervös machen und vertraut auf die Expansion im riesigen Wachstumsmarkt USA und die Notwendigkeit der staatlichen Budgetsanierungen über Mauteinnahmen nach dem Ende der globalen Krise. "Wir gehen unseren Weg konsequent weiter. Die Situation wird sich weltweit relativ schnell bessern", so Vorstandsvorsitzender Georg Kapsch bei der Präsentation der Jahresbilanz 2008/09.

Zum laufenden Geschäftsjahr gab sich Kapsch bei der Prognose zurückhaltend, man werde jedenfalls versuchen, die EBIT-Marge von zuletzt 14,5 Prozent zu halten. "Insbesondere die Teilnahme an den erwarteten Ausschreibungen bzw. Projektvergaben in Ungarn, Slowenien, Portugal, Südafrika und den USA werden das laufende Wirtschaftsjahr prägen", hieß es.

KEIN GROSSAUFTRAG AUS ÖSTERREICH In Österreich seien für das seit zwei Jahren börsenotierte Unternehmen derzeit keine Großaufträge in Sicht. Auch wenn international der Trend hin zur kilometerabhängigen Maut gehe, sei in der derzeitigen Legislaturperiode nicht mit einer Pkw-Maut in Österreich zu rechnen. Kapsch ist der Technologielieferant für das heimische Lkw-Mautsystem.

Der Gewinnrückgang sei auf die zahlreichen Investitionen im Projektgeschäft und die Erschließung neuer Märkte zurückzuführen, so Kapsch. Des weiteren hätte die Wirtschaftskrise zu Wertminderungen bei Wertpapieren geführt, die man aber bewusst weiter halte und nicht verkaufe. Das Paket umfasse um die 10 Mio. Euro, mehr als die Hälfte davon habe man bisher abschreiben müssen. Außerdem sei es zu Währungsverlusten gekommen. Gleichzeitig seien aber die liquiden Mittel um 27 Prozent auf 60,2 Mio. Euro gestiegen. Die Eigenkapitalquote gab leicht nach, lag aber 2008/09 noch immer bei beachtlichen 41,4 Prozent. Erfreulich war die Entwicklung beim Personalstand, der um 15 Prozent auf 824 Personen zulegte. (apa)

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