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Ebay setzt sich ehrgeizige Wachstumsziele

Die Internet-Handelsplattform Ebay will ihr Wachstum kräftig beschleunigen. Dazu will das Management in den kommenden drei Jahren die Nutzung der Angebote über mobile Geräte vorantreiben und sich verstärkt auf Kleinanzeigen konzentrieren. Die Präsenz in Schwellenländern soll deutlich ausgebaut werden.

Die Internet-Handelsplattform Ebay will ihr Wachstum kräftig beschleunigen.

Die Internet-Handelsplattform Ebay will ihr Wachstum kräftig beschleunigen.

© apa

Wie der US-Konzern auf seiner Investorenkonferenz ankündigte, soll damit das Ergebnis bis 2015 jährlich um 15 bis 19 Prozent gesteigert werden. Der Umsatz soll in diesem Zeitraum um insgesamt bis zu 68 Prozent zulegen. Nach einer Schwächephase hält das 1995 als Auktionsseite gestartete Unternehmen langsam wieder Schritt mit dem rasant wachsenden Konkurrenten Amazon.

Immer wichtiger wird für Ebay der Bezahldienst PayPal mit seinen mehr als 117 Millionen Kundenkonten. PayPal-Chef David Marcus kündigte an, das Geschäft könne sich bis Ende 2015 verdoppeln. Dies würde bedeuten, dass PayPal dann Transaktionen im Volumen von rund 290 Milliarden Dollar abwickelt. Ebay verdient an jedem dieser Geschäfte über eine Mini-Gebühr mit und brachte zuletzt immer mehr Kunden dazu, über entsprechende Apps auf ihrem Smartphone oder Tablet Einkäufe zu bezahlen. Bald will PayPal nicht mehr nur das reine Online-Geschäft repräsentieren, sondern auch im klassischen Einzelhandel Einzug halten.

2015 sollen die Online-Marktplätze von Ebay, zu denen in Deutschland auch die Shopping-Plattform Brands4Friends gehört, Geschäfte im Volumen von 110 Milliarden Dollar abwickeln, nach 75 Milliarden im vergangenen Jahr. Dann soll mehr als ein Viertel der aktiven Ebay-Nutzer aus den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China kommen.

An der Börse wurden die ehrgeizigen Ziele begrüßt. "Wir stimmen überein, dass Ebay Rückenwind bei den Online-Marktplätzen und Bezahl-Diensten hat", sagte Baird-Analyst Colin Sebastian. Die Ebay-Aktie schloss am Donnerstag mit einem Plus von gut vier Prozent. Am Freitag wurde nicht gehandelt.

Ebay hat sich unter Firmenchef John Donahoe viel vom größeren Rivalen Amazon abgeschaut. Der Konzern investierte massiv in nutzerfreundlichere Internetseiten und neue Dienstleistungen wie den kostenlosen Versand, einfachere Reklamationen und Rücksendungen und bot mehr Produkte zu Festpreisen an. Dies alles zahlt sich mittlerweile aus. Generell kommt Ebay zugute, dass immer mehr Menschen weltweit Waren übers Netz kaufen.

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