"Final Countdown" bei Niedermeyer gestartet "Final Countdown" bei Niedermeyer gestartet - Computerwelt

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04.04.2013 Rudolf Felser/apa

"Final Countdown" bei Niedermeyer gestartet

Bei der insolventen Elektrokette Niedermeyer hat am Donnerstag der Abverkauf in jenen 53 Filialen begonnen, die nur noch bis Samstag offen haben.

Der Kundenandrang beim Niedermeyer-Abverkauf war vielerorts stark.

Der Kundenandrang beim Niedermeyer-Abverkauf war vielerorts stark.

© APA

Der Kundenandrang war vielerorts stark. Der Abverkauf soll noch etwas Geld in die Kasse spülen. Einen Investor braucht die marode Elektrokette trotzdem. Die Schulden belaufen sich auf 29 Mio. Euro. In den betroffenen Filialen lockt Niedermeyer mit Rabatten von bis zu 50 Prozent. Gutscheine können allerdings nicht mehr eingelöst werden, sie können nur noch als Forderung angemeldet werden. In den meisten Fällen zahlt sich das aber gar nicht aus, weil allein die Anmeldung dafür 21 Euro kostet. Vor Ostern seien gar keine Gutscheine mehr ausgegeben worden, so Rothmüller. "Und die von zu Weihnachten wurden schon eingelöst", meint er.

Der Abverkauf soll noch etwas Geld in die Kasse spülen. Einen Investor braucht die marode Elektrokette trotzdem. Die Schulden belaufen sich auf 29 Mio. Euro. Niedermeyer-Chef Werner Weber wird im "Kurier" (Donnerstagausgabe) mit den Worten zitiert, dass Cyberport "ein möglicher Investor" sein könnte. Niedermeyer kooperiert seit über einem Jahr mit dem Dresdner Internethändler.

WENIG INTERESSE
Konkurrent Robert Hartlauer hat laut Medienberichten Interesse an einigen Standorten, aber nicht mehr, heißt es. Die Sanierer Josef Taus und Anton Stumpf haben bereits abgewunken. Auch der Wiener Investor Jamal Al Wazzan, bekannt als Käufer der Modekette Schöps, will von Niedermeyer nichts wissen. Damian Izdebski, der den Computerhändler DiTech aufbaute, nennt Niedermeyer laut "Standard" eine "Gemischtwarenhandlung ohne Profil". "Alte Filialen und Preise wie im Internet - das funktioniert nicht."

Fast 280 Beschäftigte der insgesamt 580 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Am Samstag ist ihr letzter Arbeitstag, wenngleich Kündigungsfristen von bis zu fünf Monaten eingehalten werden müssen. "Die Mitarbeiter können sich vom Masseverwalter kündigen lassen oder selbst den Austritt erklären", erläutert Klaus Schmidtbauer, AK-Experte im Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen (ISA), die rechtliche Situation. Einen Sozialplan gibt es nicht. Ausnahmen gelten aber für Lehrlinge, beeinträchtigte Personen, Karenzen, Betriebsräte und Frauen, die sich in Mutterschutz befinden. Sie alle können nicht ohne Weiteres gekündigt werden. Kommende Woche finden in ganz Österreich wieder Betriebsversammlungen statt. (apa)

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