Werbeflaute bringt Yahoo bei Umbau ins Stolpern Werbeflaute bringt Yahoo bei Umbau ins Stolpern  - Computerwelt

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Werbeflaute bringt Yahoo bei Umbau ins Stolpern

Der Internetpionier Yahoo hat auf dem Weg aus der Krise einen Rückschlag erlitten. Die Geschäfte liefen zu Jahresbeginn schwächer als erwartet. Zwar stieg der Gewinn an, doch der Umsatz stagnierte. Vor allem die Werbeeinnahmen fielen enttäuschend aus.

Der Internetpionier Yahoo hat auf dem Weg aus der Krise einen Rückschlag erlitten.

© apa

Auch die Zahl der Nutzer von Yahoos Internetangeboten ging zurück. Vorstandschefin Marissa Mayer beteuerte zwar, der Konzern sei bei der angestrebten Rückkehr zu alter Stärke auf Kurs. Doch mahnte sie abermals Geduld an. Denn eine rasche Besserung ist nicht in Sicht. Die Anleger konnte sie damit nicht überzeugen: Die Yahoo-Aktie verlor nachbörslich mehr als vier Prozent.

Die Wiederbelebung des einstigen Online-Primus sei ein langfristiges Projekt, bekräftigte Mayer, die seit vergangenen Juli an der Spitze des Unternehmens steht. "Wir streben entschlossen Wachstum in unserem Kerngeschäft an." Yahoo mache beim Konzernumbau vor allem dabei Fortschritte, die wachsende Zahl an Smartphone-Nutzern für sich zu gewinnen. Deren Zahl bei Yahoo-Diensten sei auf monatlich 300 Millionen gestiegen von 200 Millionen im vierten Quartal. Dieses Geschäft wird auch für die Rivalen Google und Facebook immer wichtiger, weil immer mehr Menschen mit Smartphones und Tablet-Computern im Internet surfen und Emails lesen.

Nach dem Wechsel von Google zu Yahoo hat Mayer dem einstigen Suchmaschinen-Vorreiter mit Hilfe von neu gestalteten Internetseiten und hinzugekauften Startups eine Frischzellenkur verpasst und neues Leben eingehaucht. Doch Hinweise auf eine deutliche Verbesserung der Lage von Yahoo sind in der Bilanz für das erste Quartal diesmal nur schwer zu finden. Der Gewinn stieg zwar um 36 Prozent auf 390 Mio. Dollar (297,05 Mio. Euro).

Allerdings trat der Nettoumsatz ohne die Gebühren von Partnerunternehmen bei 1,07 Mrd. Dollar auf der Stelle und blieb hinter den Markterwartungen zurück. Insbesondere das eigentlich lukrative Geschäft mit Display-Werbung, das etwa 40 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, hatten Analysten besser erwartet. Hier fielen die Einnahmen um elf Prozent. "Das ist ein Kerngeschäft, in dem es für Yahoo noch viel zu tun gibt", sagte Macquarie-Analyst Ben Schachter.

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