Cisco und Google führen Cool-IT-Ranking an Cisco und Google führen Cool-IT-Ranking an - Computerwelt

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25.04.2013 Oliver Weiss

Cisco und Google führen Cool-IT-Ranking an

Greenpeace hat die sechste Ausgabe des Cool-IT-Rankings präsentiert, das die weltweit führenden IT- und Telekommunikations-Konzerne hinsichtlich Klimaschutz bewertet. Die Unternehmen Google und Cisco liegen dabei punktgleich an erster Stelle – jedoch mit nur knapp mehr als der Hälfte aller möglichen Punkte. Ericsson liegt auf dem dritten Platz.

Greenpeace hat die sechste Ausgabe des Cool IT-Rankings präsentiert, das die weltweit führenden IT- und Telekommunikations-Konzerne hinsichtlich Klimaschutz bewertet.

Greenpeace hat die sechste Ausgabe des Cool IT-Rankings präsentiert, das die weltweit führenden IT- und Telekommunikations-Konzerne hinsichtlich Klimaschutz bewertet.

© Thomas Vogt - Fotolia.com

Cisco und Google liegen im Cool-IT-Ranking von Greenpeace ex aequo mit 58 von 100 Punkten an erster Stelle vor Ericsson mit 51 von 100 Punkten, Fujitsu mit 44 von 100 Punkten, gefolgt vom US-Mobilfunkanbieter Sprint, dem indischen IT-Dienstleister Wipro und HP mit jeweils 43 von 100 Punkten. "Technologie-Giganten haben die Kompetenz, die Gesellschaft zu umweltfreundlicheren und intelligenteren Energiesystemen zu führen, wie Cisco und Google deutlich gezeigt haben", kommentiert Claudia Sprinz, Elektronik-Expertin von Greenpeace, das Ergebnis. Das Cool-IT-Firmenranking überprüft die weltweit führenden IT-und Telekommunikations-Unternehmen in Bezug auf den Klimaschutz. Es bewertet diese Firmen hinsichtlich dreier Schlüsselkriterien:

  • Entwicklung von IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige (40 von 100 Punkten)
  • Senkung der eigenen Treibhausgasemissionen sowie vermehrte Nutzung erneuerbarer Energiequellen (25 von 100 Punkten)
  • Engagement für Klimaschutz und Energieeffizienz in Politik und Öffentlichkeit (35 von 100 Punkten)

Die untersuchten Unternehmen haben zwar weiter Fortschritte gemacht, den gesellschaftlichen Wandel zu klimafreundlicher Energieproduktion voran zu treiben, weil immer mehr Unternehmen sich stärker für Erneuerbare Energieträger engagieren. Trotz der Bestrebungen der IT-Branche sich ökologisch zu verbessern, schneiden jedoch Greenpeace zufolge viele Unternehmen beim Engagement, sich in Öffentlichkeit und Politik für Klimaschutz einzusetzen, immer noch unter ihren Möglichkeiten ab. Viel zu selten werden strengeren Gesetze eingefordert, die eine Verbesserung von Investitionen in intelligente Stromnetze sowie andere Lösungen im Bereich umweltfreundlicher Energieproduktion zur Folge hätten. Ohne diese politischen Veränderungen werden Technologieunternehmen jedoch nicht in der Lage sein, ihre bekanntlich kreative Transformationskraft auch am Energiesektor freizusetzen.

IT-BRANCHE MUSS POLITISCHE MACHT NÜTZEN
"Der Fortschritt der IT-Branche wird weiterhin von großen unökologischen Energieversorgern blockiert, solange nicht mehr Unternehmen ihre politische Macht dazu nützen, um sich für klimafreundliche dezentrale Energiepoltik einsetzen", sagt Sprinz. Energieversorger mit Monopolstellung, wie etwa Duke Energy in den USA oder TEPCO in Japan, haben es bislang vermieden, die innovativen Möglichkeiten des IT-Sektors zu nützen und setzen bislang nur auf unökologische und zentralisierte Energieproduktion wie Kohle- und Atomkraft. "Technologieunternehmen hätten die Macht, diesen Umweltverschmutzern in der politischen Arena die Stirn zu bieten sowie von den Vorteilen intelligenter Energiepolitik finanziell zu profitieren. Dies geht jedoch nur, nur wenn sie ihren politischen Einfluss dazu nützen, sich für intelligentere, umweltfreundlichere und energieeffizientere Energienetze und Gebäude einzusetzen."

Die Untersuchung von Greenpeace weist jedoch auch einige positive Beispiele von Technologieunternehmen auf, die sich auf nationaler Ebene in den USA, Japan und Indien für intelligentere Energiepolitik einsetzen: Sprint, Google, Wipro und Softbank haben sich alle für Politikwechsel eingesetzt, um Anreize für Investionen im Bereich Energieeffizienz und Enerneuerbare Energieträger zu schaffen.

Die aktuelle Untersuchung zeigt auch auf, dass sich die Unternehmen für politische Debatten vor der eigenen Haustür einsetzen müssen. So sind beispielsweise sowohl AT&T, Cisco, Google, IBM als auch Wipro im US-Bundesstaat North Carolina geschäftlich tätig. Diese Unternehmen könnten in Sachen Erneuerbarer Energieträger kooperieren und vom dortigen Energie-Monopolisten Duke Energy Erneuerbare Energieträger einfordern. Die Unternehmen könnten sich aber auch im US-Bundesstaat Carolina für ein Gesetz für Erneuerbare Energieträger einsetzen. Ein solches steht derzeit unter Beschuss von Gruppierungen wie der American Legislative Exchange Council (ALEC), welche von Unternehmen im Bereich fossiler Energieträger finanziert wird.

MICROSOFT VERBESSERT SICH AM MEISTEN
Microsoft hat sich von allen untersuchten Unternehmen gegenüber dem letzten Ranking am meisten verbessert, weil der Software-Gigant endlich seinen erheblichen Einfluss in Washington dazu nutzt, eine Ausweitung von Steuervergünstigungen für Windenergie in den USA zu unterstützen. Allerdings bleibt Microsoft weiterhin Mitglied bei ALEC. ALEC setzt sich auch dafür ein, die staatliche Energiepolitik in den USA abzuschaffen. Insgesamt mussten sieben Unternehmen Abzugspunkte für die Mitgliedschaft in Gruppierungen kassieren, die in Sachen Negativlobbying für Klimaschutz aufgefallen sind.

Im Jahr 2008 wurde durch die IT-Branche die Studie Smart2020 veröffentlicht. Sie besagt, dass mittels intelligenter IT-Lösungen die weltweiten Treibhausgasemissionen um bis zu 15 Prozent reduziert werden könnten. Diese Untersuchung wurde im Jahr 2012 in Form der Studie SMARTer2020 bestätigt, in der das Potenzial zur Reduktion der weltweiten Treibhausgasemissionen auf bis zu 16 Prozent ausgeweitet wurde.

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