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17.05.2013 Rudolf Felser/apa

PC-Geschäft brockt Dell Gewinneinbruch ein

Die anhaltende Schwäche auf dem Markt für PCs hat dem umkämpften Computerbauer Dell einen drastischen Gewinneinbruch zum Jahresauftakt eingebrockt.

© apa/epa

Für das erste Quartal gab der US-Konzern einen Nettogewinn von 130 Millionen Dollar (101,06 Mio. Euro) nach 635 Millionen Dollar ein Jahr zuvor bekannt. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um zwei Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar zurück, lag damit jedoch noch über den Analystenerwartungen von 13,5 Milliarden Dollar. Neben dem schwachen PC-Geschäft machten dem texanischen Unternehmen hohe Vertriebskosten und Investitionen für Neuentwicklungen zu schaffen. Der einstige Branchenprimus hinkt derzeit bei Innovationen hinterher. Dell gab keinen Ausblick für das zweite Quartal, weil sich der weltweit drittgrößte PC-Anbieter inmitten einer Übernahmeschlacht befindet. Dell hatte die Veröffentlichung seiner Unternehmensergebnisse um fünf Tage vorgezogen.

Der Wandel in der Computerbranche setzt dem US-Konzern zu. Die Verbraucher greifen inzwischen verstärkt zu Tablet-PCs oder Smartphones und lassen Notebooks und Desktops in den Regalen liegen. Während die Elektronik-Giganten Apple und Samsung mit dem Trend Milliarden scheffeln, sehen klassische PC-Hersteller wie Marktführer Hewlett-Packard, Fujitsu oder eben Dell ihre Felle davonschwimmen. Firmengründer Michael Dell will daher sein Haus nach dem Vorbild von IBM verstärkt auf das lukrativere Service-Geschäft ausrichten.

Michael Dell, der mit 16 Prozent an dem Konzern beteiligt ist, will das Unternehmen für 24 Milliarden Dollar von der Börse nehmen und dann sanieren. Die Großaktionäre Carl Icahn und Southeastern Asset Management lehnen dies ab und haben ein Gegenangebot vorgelegt. Im ersten Quartal erwarben diverse Hedge-Fonds rund 30 Millionen Dell-Aktien. Damit können sie vermutlich den Firmengründer zusätzlich unter Druck setzen, sein Gebot für den Konzern zu erhöhen.

Ohne Sonderposten fiel Dells Gewinn um 51 Prozent auf 372 Millionen Dollar. Das entspricht einem Ergebnis von 21 Cent je Aktie. Damit verfehlte der Konzern die Analystenerwartungen von 35 Cent je Anteilsschein deutlich. (apa)

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