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31.07.2013 Rudolf Felser/apa

Elektrokonzern Schneider kauft britische Invensys

Der französische Elektrotechnikkonzern Schneider Electric übernimmt für 3,4 Milliarden Pfund (3,9 Mrd. Euro) das britische Technologie-Unternehmen Invensys. Schneider teilte am Mittwoch mit, die beiden Direktionen hätten sich auf das Geschäft geeinigt.

Mit dem Kauf kann Schneider Electric sein Automationsgeschäft ausbauen.

Mit dem Kauf kann Schneider Electric sein Automationsgeschäft ausbauen.

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Mit dem Kauf kann Schneider Electric sein Automationsgeschäft ausbauen und hofft so, zum deutschen Marktleader Siemens aufschließen zu können. Derzeit hat das Unternehmen mit Sitz in Rueil-Mailmaison bei Paris einen weltweiten Marktanteil von 4,2 Prozent in dieser Branche, Siemens kommt auf 21,2 Prozent.

Schneider Electric bietet 5,02 Pfund je Aktie, was einem Aufschlag von 14 Prozent zum Invensys-Kurs vom 11. Juli entspricht. Damals begannen die Gespräche zwischen den Unternehmen. Die Franzosen erwarten nach der Übernahme jährliche Synergien von 160 Mio. Euro. In den ersten fünf Jahren dürften 400 Mio. Euro an Steuern eingespart werden.

Der Verkauf der Bahntechnik von Invensys für 2,2 Mrd. Euro im vergangenen Jahr an Siemens galt als Startschuss für eine Aufspaltung des Konzerns. Die Briten stellen Kontrollsysteme für Chemiewerke, Gas- und Öl-Anlagen sowie Atomkraftwerke her.

Früheren Medienberichten zufolge waren in der Vergangenheit auch andere Industriekonzerne an Invensys interessiert, darunter ABB aus der Schweiz, Emerson Electric und General Electric aus den USA sowie die deutsche Siemens.

Schneider Electric präsentierte am Mittwoch auch seine Halbjahreszahlen. Dabei wurde offensichtlich, dass die Firma mit ihren weltweit 140.000 Angestellten weiterhin unter der wirtschaftlichen Schwäche vieler Länder Europas leidet. Erschwerend kamen unvorteilhafte Wechselkurse und höhere Steuern in Frankreich hinzu.

So stagnierte der Umsatz bei 11,4 Mrd. Euro. Beim Gewinn blieben unter dem Strich 831 Mio. Euro übrig, ein Rückgang von 5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Im Gesamtjahr soll der operative Gewinn gehalten oder leicht gesteigert werden. 2012 hatten die Franzosen trotz des konjunkturellen Gegenwinds operativ so viel verdient wie noch nie.

In der Schweiz beschäftigt Schneider Electric mehr als 1.000 Mitarbeitende. Sitz ist Ittigen bei Bern. Zur Gruppe der Schweizer Niederlassung gehören die Feller AG, Schneider Electric IT Switzerland AG (APC) und die Gutor Electronic GmbH. (apa)

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