Betriebsrat befürchtet Ausverkauf der Telekom Austria Betriebsrat befürchtet Ausverkauf der Telekom Austria - Computerwelt

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28.08.2013 Rudolf Felser/apa

Betriebsrat befürchtet Ausverkauf der Telekom Austria

Die Gerüchte über eine Kapitalerhöhung und/oder eine mehrheitliche Übernahme der teilstaatlichen Telekom Austria durch den Großaktionär America Movil verunsichern die Belegschaft. Am Mittwoch sind deren Vertreter ausgerückt um die Aufrechterhaltung der staatlichen Mehrheit an dem Unternehmen von derzeit 28,42 Prozent von der Politik einzufordern.

Der TA-Betriebsrat befürchtet einen Ausverkauf der Telekom Austria.

Der TA-Betriebsrat befürchtet einen Ausverkauf der Telekom Austria.

© Rudolf Felser

Die Personalvertreter verweisen auf negative Folgen, die die bisherigen Privatisierungsschritte bereits nach sich gezogen hätten. "Durch die letzten Teilprivatisierungen von OMV, Post und Telekom Austria sind der öffentlichen Hand unterm Strich bis jetzt 1,25 bis 1,78 Milliarden Euro an Dividenden entgangen", hieß es in einer Aussendung.

Geht es nach den Belegschaftsvertretern, soll die staatliche Beteiligung in der Verfassung verankert werden. Darauf, dass die Telekom Austria im Ausland kräftig zugekauft hat und zum Teil staatliche Betriebe nun in Hand der Telekom sind, ging die Belegschaftsvertretung in der Aussendung nicht ein. In den übernommenen Firmen in Südosteuropa ist es zum Teil zu einem erheblichen Personalabbau gekommen.

Hintergrund der Befürchtungen ist die Meldung, dass die Telekom Austria bis Mitte September über eine Kapitalaufstockung entscheiden will. Wie der "Standard" berichtete ist von gut einer halben Milliarde Euro die Rede. Großaktionär America Movil soll sich durchaus offen gezeigt haben, Kapitalvertreter des Staates hingegen verwiesen auf die Schwierigkeit, unmittelbar vor der Nationalratswahl am 29. September eine derartiges Vorhaben zu stemmen, berichtet der "Standard".

Die ÖIAG hält 28,42 Prozent an der Telekom und müsste rund 70 Mio. Euro in die Hand nehmen, um ihren Anteil auf einer Sperrminorität (25 Prozent plus eine Aktie) zu erhalten. Wollte die Republik ihr Paket auf 28,42 Prozent stabil halten, wäre ungefähr das Doppelte notwendig, rechnet die Zeitung vor. (apa/rnf)

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