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13.09.2013 Mario Wanderer/apa

Börsengang von Twitter rückt näher

Twitter kündigte standesgemäß per Tweet, einer seiner maximal 140 Zeichen langen Nachrichten an, es Facebook gleichzutun und sich an die Börse zu wagen. Ein Börsenprospekt wurde vertraulich bei der Aufsichtsbehörde SEC eingereicht, wie das Unternehmen aus San Francisco mitteilte. Die Finanzkennzahlen und andere Eckdaten blieben vorerst geheim.

Nach Facebook wird wohl auch Twitter den Sprung an die Börse wagen.

Nach Facebook wird wohl auch Twitter den Sprung an die Börse wagen.

© apa

Schon seit langem wird mit einem Börsengang von Twitter gerechnet. Der katastrophal verlaufene Börsenstart von Facebook vor einem Jahr könnte zwischenzeitlich abschreckend gewirkt haben. Mittlerweile haben die Anleger aber das Vertrauen in Facebook wiedergewonnen, und die Aktie erreichte am Donnerstag einen neuen Höchststand. Das könnte für Twitter das Signal gewesen sein, den eigenen Sprung aufs Parkett anzukündigen.

Bis zum eigentlichen Börsengang kann es jedoch noch Monate dauern - und er kann letztlich auch noch abgeblasen werden. Im Laufe der nächsten Zeit dürften beteiligte Banken zunächst die Nachfrage der Anleger nach den Aktien des Unternehmens ausloten, erst ganz am Ende wird der Preis festgelegt. Federführende Bank ist nach Informationen des "Wall Street Journal" und der "New York Times" Goldman Sachs.

Twitter machte Gebrauch von einer US-Regelung, wonach Unternehmen mit weniger als einer Milliarde Dollar Jahresumsatz einen Börsenprospekt einreichen können, ohne ihn der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die ganzen Informationen zum Geschäft oder der Platzierung können dann bis kurz vor dem Börsengang unter Verschluss bleiben.

Der Wert von Twitter wurde zuletzt auf 10 Milliarden bis 15 Milliarden Dollar geschätzt. Der Börsengang könnte damit zu einem der größten in der Technologieszene in diesem Jahr werden. Zum Vergleich: Facebook ist nach der Erholung des Aktienkurses rund 109 Mrd. Dollar (82 Mrd. Euro) wert.

Twitter hatte sich erst am Dienstag mit der Übernahme einer Online-Werbefirma schick für die Börse gemacht. Der mehrere Millionen Dollar schwere Zukauf MoPub hilft Unternehmen, Werbung in mobilen Apps zu schalten. Das Werbegeschäft auf Smartphones und Tablets war bei Facebook zum Zeitpunkt des Börsengangs im Mai 2012 ein Schwachpunkt. (apa)

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