EU: Startschuss für neuen Innovationsindikator EU: Startschuss für neuen Innovationsindikator - Computerwelt

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15.09.2013 Rudolf Felser

EU: Startschuss für neuen Innovationsindikator

Dem neuen von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Innovationsindikator zufolge stehen Schweden, Deutschland, Irland und Luxemburg im Vergleich zu den anderen EU-Mitgliedstaaten in Bezug auf die Innovation am besten da.

Österreich liegt im Mittelfeld des neuen Innovationsindikators.

Österreich liegt im Mittelfeld des neuen Innovationsindikators.

© EU-Kommission

Der "Indikator für die Innovationsleistung" misst, inwieweit die Ideen aus innovativen Sektoren sich vermarkten lassen, anspruchsvollere Arbeitsplätze schaffen und Europa wettbewerbsfähiger machen. Der auf Wunsch der EU-Staats- und Regierungschefs entwickelte Indikator soll einen Vergleich der von den einzelnen EU-Ländern verfolgten Innovationsstrategien ermöglichen und macht deutlich, dass hier nach wie vor große Unterschiede bestehen. Im internationalen Vergleich hinkt die EU hinter einigen besonders innovativen Volkswirtschaften hinter.

Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft, sagte dazu: "Um eine Führungsrolle in der Weltwirtschaft einzunehmen, muss die Europäische Union verstärkt großartige Ideen in erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen umsetzen. Auch müssen wir die besorgniserregende 'Innovationskluft' schließen. Der vorgeschlagene Indikator wird uns dabei helfen, unsere Innovationsleistung einzuschätzen und zu erkennen, welche Länder Maßnahmen ergreifen müssen"

Die Länder, die in der EU hier eine Spitzenstellung einnehmen, schneiden bei mehreren oder allen der folgenden Faktoren gut ab: ein hoher Anteil wissensintensiver Wirtschaftszweige, schnell wachsende innovative Unternehmen, viele Patentanmeldungen und wettbewerbsfähige Exporte.

Neu an dem vorgeschlagenen Indikator ist, dass er sich ausschließlich auf die Innovationsleistung bezieht. Damit ergänzt er den Innovationsanzeiger der Union (IUS) und den zusammenfassenden Innovationsindex (SII). Diese ermöglichen anhand eines Katalogs von 24 Innovationsindikatoren unter Einbeziehung der eingesetzten Ressourcen, der Zwischenergebnisse und der Endergebnisse eine Bewertung der Innovation in den Mitgliedstaaten und der EU insgesamt.

Innovationsleistungen betreffen einen weiten Bereich und unterscheiden sich von Sektor zu Sektor. Der vorgeschlagene Indikator stützt sich auf vier Komponenten, die aufgrund ihrer politischen Bedeutung ausgewählt wurden.

  • Technologische Innovation, gemessen anhand der Zahl der Patente.
  • Beschäftigung in wissensintensiven Bereichen, gemessen als prozentualer Anteil an der Gesamtbeschäftigung
  • Wettbewerbsfähigkeit wissensintensiver Güter und Dienstleistungen: In dieser Komponente werden der Beitrag der Handelsbilanz von High-Tech- und Medium-Tech-Produkten zur Gesamthandelsbilanz und der Beitrag der wissensintensiven Dienstleistungen zu den Gesamtexporten von Dienstleistungen zusammengefasst.
  • Beschäftigung in wachstumsstarken Unternehmen der innovativen Sektoren


Der Vergleich mit einigen Nicht-EU-Ländern zeigt, dass die EU insgesamt gesehen noch ganz gut abschneidet. Zwar belegen die Schweiz und Japan unangefochten die Spitzenplätze, doch die EU liegt mit den USA in ihrer Innovationsleistung mehr oder weniger gleich auf. (pi)

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