KI durchschaut Gehirn dank Online-Suche KI durchschaut Gehirn dank Online-Suche - Computerwelt

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11.08.2017 pte

KI durchschaut Gehirn dank Online-Suche

Eine Künstliche Intelligenz, die anhand von Online-Suchen die Assoziationen des menschlichen Gehirns voraussagen kann, haben Wissenschaftler der Queen Mary University of London (QMUL) entworfen.

Künstliche Intelligenz soll Zauberer bei Tricks unterstützen.

Künstliche Intelligenz soll Zauberer bei Tricks unterstützen.

© pixabay.com, tookapic

Die Erfindung, die Wissenschaftler der Queen Mary University of London (QMUL) entworfen haben, soll Magiern rund um den Globus das Handwerk erleichtern. Psychologische Tricks, die dem Zauberer die Denkstruktur seines Publikums verraten, sind damit überflüssig. Die Forscher hoffen, einen Meilenstein in der Etablierung von Computertechnologien im Zaubereibetrieb gesetzt zu haben.

Mensch und Maschine
"Der Assoziationstrick ist immer noch das Ergebnis eines menschlichen Schöpfungsaktes, nur dass der Computer nun einen wesentlichen Teil des Prozesses ersetzt", erklärt Howard Williams, Co-Autor des Projektes. Für den Trick werden zwei spezielle Kartensets verwendet. Die einen Karten zeigen Bilder, die anderen Worte. Das Publikum soll diese dann durch Assoziation verbinden. Die vom Zuschauer gewählte Kombination kann der Zauberer dann vorhersehen. Das Programm analysiert dazu die Denkstruktur durch Sammeln und Verarbeiten von Online-Daten. "Diese Forschung ist insofern wichtig, da sie aufzeigt, dass Computer als Hilfe für kreative Aufgaben eingesetzt werden können", betont Co-Autor Peter McOwen. 

"Der Effekt ist für den Zuschauer magisch und konnte nur durch die Verschmelzung von menschlichen und künstlichen Arbeitsprozessen hervorgebracht werden", so Williams. Die besten Ergebnisse konnten trotzdem nur durch eine Kombination aus psychologischer und Computer-Vorarbeit erzielt werden, wenngleich die Inszenierung selbst nicht mehr auf psychologische Tricks angewiesen ist. Zudem unterstützt das Programm den Zauberer auch durch Vorschläge. So gibt es Denkanstöße, unbedachte Informationen aufzugreifen, oder Überlegungen in eine neue Richtung anzustellen.

Magie-Forschung der QMUL
An der Queens Mary University of London forscht das Team bereits seit Jahren an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz und Zauberkunst. Bei einem Projekt vom Jahr 2014 erfand eine KI der Wissenschaftler selbst Zaubertricks. "Neue Zaubertricks werden andauernd erfunden", bemerkt McOwen nun mit Blick auf sein neuestes Projekt. "Diese Untersuchung unterstützt die Zauberer-Gesellschaft mit Einblicken in die möglichen Anwendungen und Folgen angewendeter Computerkreativität."

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