Jaguar: Gesichtserkennung ersetzt Schlüsselsuche Jaguar: Gesichtserkennung ersetzt Schlüsselsuche - Computerwelt

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22.11.2016 pte

Jaguar: Gesichtserkennung ersetzt Schlüsselsuche

Neues Patent von Jaguar sieht Technologie vor, die Video- und Bildmaterial nutzt.

Jaguar: Gesichtserkennung in neuem Patent.

Jaguar: Gesichtserkennung in neuem Patent.

© jaguarlandrover.com

Die britische Automobilmarke Jaguar Land Rover hat ein Patent angemeldet, das Gesichtserkennung und Ganganalyse zum Öffnen eines Autos vorsieht. Kameras, die sich unter den Fensterscheiben befinden, fertigen Videos und Fotos an, die mit Bildern verglichen werden, welche sich auf dem Computer des Fahrzeugs befinden. Bei Übereinstimmung öffnen sich die Autotüren automatisch.

Experten zeigen sich kritisch
"Die Erfindung mag auf den ersten Blick positiv erscheinen. Doch genauer betrachtet wird die Datenkrake im Autobereich wieder ein Stück größer", so VCÖ-Experte Christian Gratzer gegenüber pressetext. Schon heute sei Elektronik überbordend, die Fehleranfälligkeit nehme zu. "Es ist kein Zufall, dass in den vergangenen Jahren die Rückrufe bei Pkw enorm zugenommen haben", schildert der VCÖ-Sprecher.

Die neue Technologie soll den Fahrern das Suchen des Autoschlüssels ersparen und das Einladen von Einkäufen erleichtern. "Der Fahrzeugnutzer muss im Vorfeld einen Registrierungsprozess durchlaufen. Dabei werden ein Standbild vom Gesicht sowie ein bewegtes Bild, wie eine Handgeste oder der Gang zum Auto, aufgenommen", geht aus dem aktuellen Patent hervor. Auf jeder Seite des Autos sollen zwei Kameras fixiert sein.

Absicherung mittels Videos

Laut den Entwicklern sorgt die Verwendung von Videomaterial sowie die Ganganalyse dafür, dass Betrüger das System nicht austricksen können. Wäre dem nicht so, könnten Kriminelle das System durch ausgedruckte Fotos des Besitzers täuschen. Das neue System ist nicht auf eine Person beschränkt. So können sich Freunde und Familie - wenn dies gewünscht ist - beim gleichen Auto registrieren und damit fahren.

Zur präziseren Bewegungsanalyse dienen Hightech-Kameras, die 3D-Bilder anfertigen. Damit wird abgeschätzt, wie weit eine Person entfernt ist. "Wird das Fahrzeug verkauft, so können die Bilder gelöscht und durch neue, autorisierte Identifikatoren ersetzt werden. Das bewegte Bild kann eine Geste wie eine Handbewegung, ein Gruß oder ein anderes Signal sein, das der Nutzer von sich gibt, wenn er sich dem Fahrzeug nähert", so das Patent.

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