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23.09.2009 Alex Wolschann/apa

Börsenverein begrüßt Kritik an Google Book Search

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels begrüßt die Kritik des US-Justizministeriums an den Buch-Plänen von Google.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels begrüßt die Kritik des US-Justizministeriums an den Buch-Plänen des Internet-Konzerns Google. In deutlichen Worten mache das Ministerium Bedenken wegen Verstößen gegen nationales und internationales Urheberrecht geltend, teilte der Börsenverein in Frankfurt mit. Bereits jetzt lasse sich erkennen, dass die Vereinbarung in der derzeit vorgeschlagenen Form keine Chance mehr habe.

Die Einigung zwischen Google und US-Autorenverbänden und Verlagen von Oktober vergangenen Jahres sieht vor, dass Google gegen Zahlung von 125 Millionen Dollar (85,3 Mio. Euro) das Recht erhält, Bücher von Universitäten und Büchereien einzuscannen und ins Netz zu stellen. Diese Einigung nach einer Klage der Buchbranche muss noch von einem Gericht genehmigt werden, die nächste Anhörung dazu ist am 7. Oktober.

Das US-Ministerium teile die auch vom Börsenverein und seinen Mitgliedsverlagen vorgetragenen juristischen Bedenken gegen die Vereinbarung, heißt es in der Mitteilung des Börsenvereins. Nicht im Raum zu stehen scheine derzeit ein Wiederaufleben des Rechtsstreits um die Frage, ob Google überhaupt ohne Genehmigung von Urhebern und Verlagen deren Bücher scannen und online nutzen darf.

Mit der Vereinbarung könnten wichtige Weichen für die Zukunft des Buchgeschäfts gestellt werden - denn digitalisierte Bücher für elektronische Lesegeräte dürften in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen. Die Einigung zwischen Google und den Verlegern umfasst auch urheberrechtlich geschützte Bücher - und vor allem darum entzündete sich der Streit. Mehrere Google-Wettbewerber wie Amazon sowie auch europäische Verleger und Politiker warnen nachdrücklich vor einer Monopol-Stellung für Google. Kritik kam dabei auch von Autoren aus Österreich. Der Suchmaschinen-Spezialist wies die Bedenken bisher zurück.

Das US-Justizministerium rief Google und die amerikanische Buchbranche unter anderem auf, stärker auf die Einwände ausländischer Autoren und Verleger einzugehen und einen Mechanismus für den Zugang der Google-Wettbewerber zu den Büchern zu etablieren.

Indes geht der Streit um die geplante Online-Bibliothek des Internetgiganten Google in die nächste Runde. US-Autoren und Verlage beantragten nach den Einwänden der Regierung einen Aufschub der gerichtlichen Anhörung zu ihrem Vergleich mit Google. Sie wollten mit dem Justizministerium an den strittigen Fragen arbeiten, erklärten die Vereinigungen.

Die Anhörung solle einen Monat später am 6. November angesetzt werden. Die Justizbehörde hatte die vorliegende Einigung zur Digitalisierung von Millionen Büchern kritisiert. Die US-Autoren und Verlage hatten Google 2005 wegen Urheberrechtsverletzung verklagt. Google stimmt dem Aufschub zu. Auch die Open Book Alliance seines Rivalen Microsoft und des Internet Archive begrüßte die Verschiebung.

Umstritten ist vor allem der Umgang mit Büchern, deren Rechteinhaber nicht mehr zu ermitteln sind. Google will 125 Mio. Dollar (84,6 Mio. Euro) in ein Bücher-Register investieren, das den Autoren der Werke einen Anspruch auf eine Beteiligung an den Einnahmen einräumt.

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